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Berlin

DDR-Turnerin Kersten: Ohne Wissen gedopt

dpa

Dagmar Kersten, die Olympia-Zweite 1988 im Turnen, hat zugegeben, zu DDR-Zeiten gedopt worden zu sein.

«Ich habe vor Jahren erfahren, dass ich als Turnerin ohne mein Wissen gedopt wurde und engagiere mich, weil ich aufklären möchte», sagte die früher für den SC Dynamo Berlin startende Kersten dem Turn-Fachmagazin «Leon».

«Die körperlichen und seelischen Dinge, die Doping anrichtet, sind keine Medaille wert, das müssen junge Sportler erfahren, denke ich», sagte die heute 40-Jährige, die mit ihrer Familie in Oldenburg lebt, als Sekretärin im Institut für Reine und Angewandte Chemie arbeitet und in ihrer Freizeit Taekwondo-Unterricht gibt.

In den 80er Jahren galt die Berlinerin als eine der besten Stufenbarren-Turnerinnen der Welt. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul erkämpfte sie die Silbermedaille am Barren und wurde mit dem DDR-Team Dritte. Zuvor hatte sie bei den Weltmeisterschaften 1985 gleichfalls an ihrem Spezialgerät Platz zwei belegt.

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