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    Das ist der Schub, den die SPD dringend brauchte

    Plötzlich ist in Rheinland-Pfalz wieder alles offen: Die SPD hat endlich geschafft, worauf die Genossen schon seit Monaten hoffen. Sie ist in der jüngsten Umfrage so nah an die CDU herangerückt, dass ihr die Wende gelingen kann. Der viel beschworene Umschwung ist ins Reich des Möglichen gerückt. Auf einmal ist es nicht mehr unvorstellbar, dass die SPD den haushohen Favoriten CDU auf den letzten Metern überholen könnte. Mit dem Drehbuch zu einem solchen Wahlkrimi könnte man ein stattliches Sümmchen verdienen. Doch manchmal ist die Realität spannender als jede Fiktion.

    Dietmar Brück kommentiert.
    Dietmar Brück kommentiert.
    Foto: Jens Weber

    Dietmar Brück kommentiert

    Knapp drei Wochen vor der Wahl erhält die SPD einen kräftigen Motivationsschub. Der ist für den Straßenwahlkampf wichtig. Und der könnte dazu führen, dass wieder Menschen an ein starkes Abschneiden der SPD glauben, die die Genossen schon abgeschrieben hatten. Die rheinland-pfälzischen Sozialdemokraten haben schon öfter Comeback-Qualitäten bewiesen.

    Über mangelndes Interesse können sich die großen Parteien ohnehin nicht beklagen. Die Säle, in denen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) oder ihre Herausfordererin Julia Klöckner (CDU) auftreten, sind proppenvoll. Die Flüchtlingskrise hat das Land politisiert. Dazu kommt das packende Duell zweier starker Frauen.

    SPD wie CDU haben damit zu kämpfen, dass viele ihrer Anhänger frustriert sind, da die Flüchtlingsdebatte auf der Stelle tritt. Eine europäische Lösung ist nicht in Sicht. Innenpolitisch sind CDU und SPD im Dauerstreit, vor allem aber die Union untereinander. Das Erscheinungsbild der etablierten Politik lässt viele Bürger nach Alternativen suchen. Eine davon heißt AfD.

    Auf dieser Basis kommt die SPD nur schwer aus dem Umfragekeller und befindet sich die CDU im Sinkflug. Klöckner versucht, dem Negativsog zu entkommen, indem sie sich von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Schritt für Schritt absetzt, gleichzeitig aber ihre Loyalität beteuert. Eine Gratwanderung, die reichlich Absturzgefahren birgt. Dieser Balanceakt ist schwer vermittelbar und könnte zu den Gründen gehören, warum die Werte der CDU - auch im Land - zu bröckeln beginnen. Die Nervosität wächst derweil bei allen Parteien. Der Kampf um die Macht wird desto härter, je ungewisser sein Ausgang ist.

    E-Mail: dietmar.brueck@rhein-zeitung.net

    Die Doppel-Strategie: Merkel unterstützt Klöckner im Wahlkampf Umfrage: SPD verkürzt Abstand zur CDU – AfD legt leicht zu
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