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Dart-Profi Scholten hat für jeden einen guten Ratschlag

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So wird's gemacht: Dart-Profi Roland Scholten zelebriert seine
So wird's gemacht: Dart-Profi Roland Scholten zelebriert seine "Show" für seine Neuwieder Fans.
Foto: Jörg Niebergall

Die gebannt lauschenden Zuhörer erhalten nicht nur wertvolle Tipps vom Profi, sondern erfahren auch einige Anekdoten aus dessen Privatleben. Auf die Frage, wie ihm das deutsche Bier schmecke, antwortet Scholten in seinem aus seiner Tätigkeit als Kommentator für Sport 1 bekannten typischen Dialekt: "Weißt du, ich hatte 16 Jahre lang eine Kneipe. Ich habe jedes Bier probiert, das es gibt – es schmeckt mir einfach nicht."

Schon nach wenigen Minuten ist klar, dass man es bei Roland Scholten nicht nur mit einem absoluten Profi zu tun hat, sondern auch mit einem sehr herzlichen, humorvollen Menschen. Das sehen auch die DSC-Spieler so: "Es ist toll, Roland mal live zu erleben und zu sehen, dass er trotz seiner Erfolge auf dem Boden geblieben ist", sagt Johannes Schäfer. "Er ist ein wirklich netter Typ – und durch und durch Dartspieler."

Letzteres wird spätestens klar, als es ans Eingemachte geht. Das Los entscheidet, wer gegen "das Stativ" antreten darf. Diesen Spitznamen (englisch "Tripod") trägt Scholten wegen seiner steifen Haltung beim Werfen der Dartpfeile. Den Mitspielern winken neben einem tollen Match zahlreiche Tipps und Vorschläge, wie sie ihr Spiel verbessern können: "Ihr dürft den Gegner nicht merken lassen, dass ihr nervös seid. Es ist alles nur Show. Die wichtigsten Dinge beim Dart sind Selbstbewusstsein und Konzentration."

Immer wieder wirft der Niederländer absichtlich daneben und gibt seinen "Gegnern" so die Chance, ihn zu besiegen. An diesem Nachmittag nimmt jeder der Kastanie-Spieler etwas mit, an dem er beim wöchentlichen Training am Dienstagabend arbeiten wird. Bei dem einen ist es die Wurftechnik, bei dem anderen die Taktik – Roland Scholten hat für jeden einen guten Ratschlag.

Nebenbei erfahren die knapp 20 Männer und Frauen noch interessante Details über die Dartlegende Phil Taylor: "Bei Turnieren sind Phil und ich oft schon drei oder vier Stunden früher da, um noch zu trainieren. In dieser ganzen Zeit werdet ihr es kein einziges Mal erleben, dass Phil einen Dart danebengehen lässt. Er ist die ganze Zeit über voll konzentriert, selbst im Training."

Dass Dart ein Hochleistungssport ist, weiß auch Marco Jaschinski, Präsident der Bandits aus Kastellaun, die eigens für die Begegnung mit dem Niederländer nach Niederbieber gekommen sind: "Bei einem Turnier muss man immer konzentriert sein, darf sich nie von äußeren Umständen ablenken lassen. Das kann ganz schön anstrengend sein. Nach drei Turniertagen ist man oft fix und fertig."

Ein bisschen müde ist auch Roland Scholten nach diesem Nachmittag in Neuwied: "Es ist natürlich mein Job, aber der macht mir sehr viel Spaß!" Das hat man dem "fliegenden Holländer" angemerkt.

Von unserer Mitarbeiterin

Ronja Kieffer

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