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    Countdown vor der Abfahrt: Miller «beeindruckt» Svindal

    Krasnaja Poljana (dpa) – Aksel Lund Svindal suchte gleich nach seinem vergeblichen Angriff auf die Trainingsbestzeit von Bode Miller das Gespräch. Die beiden Gold-Favoriten des olympischen Abfahrts-Spektakels unterhielten sich kurz im Zielraum.

    Bode Miller
    Der erfahrene US-Amerikaner präsentierte sich im Abschlusstraining in Bestform.
    Foto: Justin Lane – DPA

    «Ich bin beeindruckt von Bode», gestand Svindal später. «Er ist der beste Skifahrer auf diesem Berg und sieht wie der Favorit aus. Aber es gibt auch noch mich und zwei, drei andere, die ihn schlagen können.»

    Nach drei Tagen des Trainings in den Bergen von Sotschi können die Alpin-Stars die erste von zehn Entscheidungen im «Rosa Chutor»-Alpinzentrum kaum noch erwarten. Es war ein weiteres Zeichen der Stärke, das Miller vor dem Showdown in der alpinen Königsdisziplin an die Konkurrenz sandte. Bestzeit im ersten Training, Rang sechs im zweiten Lauf beim Versuch einer anderen Linie. Und nun lag der Amerikaner wieder mit 0,66 Sekunden vorn, vor dem Norweger Svindal und dem Italiener Peter Fill.

    Der 36-jährige Miller wünscht sich gerade nach seinem verpassten Kitzbühel-Triumph so sehnsüchtig olympisches Gold in der Schussfahrt. Eiskalt präsentierte er sich bei seinen Fahrten, cool auch in den Interviews. Als er gefragt wurde, ob er denn am Sonntag (8.00 Uhr MEZ) unschlagbar sei, antworte der viermalige Weltmeister ohne Regung. «Das hoffe ich. Das ist die Idee, unschlagbar zu sein», erklärte der fünfmalige Olympia-Teilnehmer. «Aber ein Rennen ist immer etwas anderes als Training.»

    Miller gab ziemlich Gas, aber wie viele andere Abfahrer legte noch keiner die Karten wirklich auf den Tisch. Matthias Mayer, Trainingsbester am Freitag, schwang vorzeitig ab. Landsmann Max Franz verlangsamte im unteren Streckenteil und zeigte bei einem Sprung sogar einen Freestyle-Trick. Allerdings gab es auch den einen oder anderen Sturz. Wenn man nicht total fokussiert sei und Acht gebe, könne man sich bei diesem Kurs schwer verletzen, warnte Miller, Kombinations-Olympiasieger von Vancouver.

    Auch Svindal wies auf die große Olympia-Herausforderung hin. «Das ist eine der anspruchsvollsten Strecken in diesem Jahr», erklärte der Super-G-Olympiasieger. Er unterstrich seine Stärke nicht nur bei den Trainingsauftritten. Auch schon beim Einmarsch der Nationen strahlte er jede Menge Zuversicht aus. Die Fahne, von den meisten Sportlern mit zwei Händen getragen, schwenkte der Abfahrts-Weltmeister einhändig durch die Gegend, als ob dies das Selbstverständlichste wäre. Power pur.

    Während es für die Herren am Sonntag um Edelmetall geht, steht für die Damen um Maria Höfl-Riesch dann das letzte Training vor der Super-Kombination am Montag an. Am Samstag ließen Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg die Schussfahrt zugunsten von Slalom- und Riesenslalom-Training aus. Am schnellsten unterwegs: Die Schweizerin Dominique Gisin vor Teamkollegin Lara Gut und der Schwedin Kajsa Kling.

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