Archivierter Artikel vom 27.01.2021, 15:07 Uhr

Clever gemacht – KTM 1290 Super Adventure S

KTM schickt seine Top-Reiseenduro 1290 Super Adventure runderneuert in die Saison 2021 – Die Elektronik-Palette reicht jetzt bis zur dynamischen Geschwindigkeitsregelung.

Mit der Reiseenduro 1290 Super Adventure S von KTM kann man auf Wunsch auch sehr schnell zum Ziel kommen
Mit der Reiseenduro 1290 Super Adventure S von KTM kann man auf Wunsch auch sehr schnell zum Ziel kommen

Zur neuen Elektronik gehört auch die Implementierung einer dynamischen Geschwindigkeitsregelung auf Radarbasis. Die Sens
Zur neuen Elektronik gehört auch die Implementierung einer dynamischen Geschwindigkeitsregelung auf Radarbasis. Die Sensorik dafür befindet sich mittig am unteren Scheinwerferrand

SP-X/Mattighofen. Nach der neuen Ducati Multistrada V4 und der für 2021 gelifteten BMW R 1250 GS und ihrer Adventure-Schwester betritt jetzt die erneuerte KTM 1290 Super Adventure S den Ring. Wie BMWs GS ist sie keine komplette Neukonstruktion, sondern eine sinnvolle Weiterentwicklung. Primär ging es KTM darum, die Ergonomie und die Handhabung zu verbessern. Um diese Ziele zu erreichen, scheute man auch vor tiefen Eingriffen ins Fahrzeug-Layout nicht zurück. Um beispielsweise die Gewichtsverteilung zugunsten erhöhter Wendigkeit zu verbessern, wurde der Steuerkopf um 1,5 Zentimeter zurückverlegt und die Massenzentralisierung verbessert. Auch der 23 Liter fassende Tank ist neu; zudem weist er einen schlüssellosen Verschluss auf. Die neue Sitzbank ist geteilt und kann um zwei Zentimeter verstellt werden. Auch der Lenker, das neue und vergrößerte Display sowie der Windschild sind individuell einstellbar. Eine Überarbeitung der Verkleidung soll nun mehr heiße Triebwerks-Abluft von den Fahrerbeinen wegleiten.

Das Heck der KTM 1290 Super Adventure S prägt ein mächtiger Endschalldämpfer
Das Heck der KTM 1290 Super Adventure S prägt ein mächtiger Endschalldämpfer

Einer verbesserten Handhabung dienlich ist unter anderem das nun 7 Zoll große Display im Cockpit; es sorgt für nahtlose Smartphone-Konnektivität und lässt eine einfache Steuerung der Menüführung zu. Unterhalb des Displays gibt es nun ein Staufach mit integrierter USB-Ladebuchse. Neue Schalter sollen die Benutzerführung erleichtern, sagt KTM. Zur neuen Elektronik gehört auch die Implementierung einer dynamischen Geschwindigkeitsregelung auf Radarbasis. Sie kann mittels eines neuen Kombischalters in fünf Stufen eingestellt werden. Auf ein Heckradar zum Zweck einer Totwinkel-Kontrolle hat KTM vorerst verzichtet. Vier Fahrmodi – Rain, Street, Sport und Offroad – sind Serie, das verbesserte Rally-Programm ist optional erhältlich.

Dank tiefer Sitzbank muss der Abenteurer keine Ute-Lemper-Beine haben
Dank tiefer Sitzbank muss der Abenteurer keine Ute-Lemper-Beine haben

Die schräglagenabhängig regelnde Traktionskontrolle verfügt neuerdings über je einen Regler für den Schlupf und einen für den Neigungswinkel, was eine feinfühligere Regelung zur Folge haben soll. Die von Bosch stammende Motorrad-Stabilitätskontrolle steuert Kurven- und Offroad-ABS. Ein Sechsachsen-Sensor sammelt Daten für die Regelung des verbesserten semiaktiven Fahrwerks.

Jetzt nicht stehen bleiben: Die KTM 1290 Super Adventure S bei Testfahrten
Jetzt nicht stehen bleiben: Die KTM 1290 Super Adventure S bei Testfahrten

Die Motorleistung beträgt weiterhin 118 kW/160 PS, doch gibt es diverse Änderungen am Zweizylinder-V-Motor. Er ist nun Euro-5-tauglich und um 1,6 Kilogramm leichter, weil das Motorgehäuse dünner geworden ist und einen neuen Ölkreislauf aufweist. Das maximale Drehmoment ist mit 138 Nm um zwei Newtonmeter geschrumpft; ein vermutlich nicht spürbarer Wert. Die Auspuffanlage ist ebenso neu wie die Kolben, das Kühlflüssigkeitssystem und der weiterhin optionale Zweiwege-Quickshifter für kupplungsloses Schalten.

Der Abstandstempomat kann den Fahrer auf langen Reisen entlasten
Der Abstandstempomat kann den Fahrer auf langen Reisen entlasten
Ulf Böhringer/SP-X