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Montreal

Cera-Doping: IOC untersucht Turin-Proben

Mehr als vier Jahre nach den Winterspielen 2006 in Turin lässt das Internationale Olympische Komitee (IOC) eingefrorene Doping-Proben auf das Blutdopingmittel Cera untersuchen.

Dies gab das IOC auf der Exekutivkomiteesitzung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Montreal bekannt. 30 bis 40 Proben sollen auf das verbotenen Mittel Cera, das eine Modifikation von Erythropoetin (EPO) ist, nachanalysiert werden.

Es gebe Beweise, dass Cera schon vor den Olympischen Winterspielen in Turin zur Leistungsmanipulation missbraucht wurde, hieß es. Über die verdächtigen Sportarten wurden vom IOC zunächst keine Angaben gemacht. Schon nach den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking hatte das IOC Nachtests auf Cera angeordnet. Fünf Athleten, darunter die Medaillengewinner Rashid Ramzi (Bahrain/Gold über 1500 Meter) und Davide Rebellin (Italien/Silber im Rad-Straßenrennen) wurden dabei positiv auf das Präparat getestet.

Das WADA-Exekutivkomitee hat zudem beschlossen, zukünftig die Zulassung von bisher nicht akkreditierten Labors für zusätzliche Blutanalysen zu prüfen. Damit will die WADA die Entwicklung des Blutpasses für Athleten vorantreiben und die weltweite Kapazität für Blutuntersuchungen erhöhen. «Das ist ein signifikanter Schritt nach vor, den die Anti-Doping-Gemeinde begrüßen wird», sagte WADA-Präsident John Fahey. Bisher gibt es weltweit 35 von der WADA anerkannte Laboratorien.

Die WADA teilte außerdem mit, dass bereits 138 der 193 UNESCO-Staaten die internationale Anti-Doping-Konvention unterzeichnet haben. Verbessert hat sich die Zahlungsmoral der WADA-Mitglieder: 99 Prozent des Budget von 24,9 Millionen Dollar sind von ihnen nach Montreal überwiesen worden.

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