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London

Bye-bye Beckham? – Capello erneut in der Kritik

dpa

Erst brachten ihn seine «WM-Flops» in Südafrika in arge Erklärungsnöte und unter Beschuss der Boulevardpresse. Nun steht Englands Nationaltrainer Fabio Capello nach seiner taktlosen Beendigung der internationalen Karriere von Fußball-Ikone David Beckham erneut in der Kritik.

Ausgemustert
Fabio Capello (l) glaubt nicht an eine Rückkehr von David Beckham.

Der 35 Jahre alte Star von Los Angeles Galaxy sei «zu alt», plauderte der Italiener in einem aufgezeichneten Fernsehinterview aus, bevor Capellos «Three Lions» Ungarn beim Testspiel im Wembley-Stadion dank eines «Doppelpacks» von Kapitän Steven Gerrard doch noch mit 2:1 bezwangen – ohne Beckham, der nach einem Achillessehnenriss zuletzt ins Training zurückkehrte, vorab informiert zu haben. «Becks», mit 115 Einsätzen Englands Rekord-Feldspieler, werde im Herbst aber noch ein Freundschaftsspiel bestreiten, um «Bye-bye» zu sagen, kündigte Capello auf Nachfrage später etwas gönnerhaft an.

Englands Sportpresse reagierte ungläubig. «Capellos Urteilsvermögen steht infrage», kritisierte die «Times». Der «Daily Telegraph» sprach von einem «neuen Tiefpunkt» und nannte Beckhams beiläufige Ausmusterung durch Capello ein «peinliches und schädliches Eigentor». «Die Entscheidung ergibt vollkommenen Sinn – und ist kaum überraschend», schrieb das Qualitätsblatt weiter. «Aber die Art und Weise, wie sie verkündet wurde, wirft ein schlechtes Licht auf Capello. Das Gefühl verstärkt sich, dass der 64 Jahre alte Italiener seinen Aufgaben entrückt ist.»

Laut Beckhams Management ließ der Weltstar die Ankündigung an sich abtropfen: «Es gab keine Gespräche über eine Beendigung der internationalen Karriere. David Beckham wird immer für sein Land bereitstehen», erklärte ein Sprecher umgehend. In einem Interview im Juli hatte der trotz sinkender Leistungskurve weiterhin sehr populäre Weltstar noch von seinem Traum gesprochen, bei den Olympischen Spielen in London 2012 und sogar bei der WM 2014 in Brasilien für England zu spielen.

Selbst Kapitän Gerrard mag an einen endgültigen Abschied von Beckham, der sich in der Vergangenheit bereits zweimal in Englands Nationalelf zurückgekämpft hatte und in Südafrika als Betreuer fungierte, nicht glauben. «Bei David weiß man nie. Ich bin sicher, dass es ihn anspornen wird, wenn er die Nachricht hört – dass er versuchen wird, seine Kritiker zu widerlegen und in die Mannschaft zurückzukehren», sagte der Doppeltorschütze nach dem Match gegen Ungarn. «Er liebt es, für England zu spielen.»

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