Archivierter Artikel vom 11.08.2010, 11:18 Uhr

Burghausen setzt auf «Super-Mario» Basler

Burghausen (dpa). «Super-Mario» ist wieder da. Mario Basler hat wieder auf der Trainerbank Platz genommen. Fußball-Drittligist Wacker Burghausen präsentierte den früheren Bundesliga-Profi als Nachfolger von Jürgen Press, der zuvor wegen Erfolglosigkeit entlassen worden war.

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Bereits am Samstag wartet ein harter Brocken auf den 30-maligen Nationalspieler, doch das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund bereitet ihm nur wenig Kopfzerbrechen. «Ich verspreche eine Mannschaft, die alles dafür tun wird, damit die Leute zufrieden nach Hause gehen», sagte Basler.

Mit der Verpflichtung des 41-Jährigen, der beim SV Wacker einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterschrieb, will der oberbayerische Club auch seine zuletzt arg verärgerten Fans besänftigen. «Die Mannschaft war zuletzt zum Gespött der Zuschauer geworden. Jetzt wollen wir den Fans Stolz und Ehre zurückgeben», sagte Wacker-Präsident Hans Steindl zum spektakulären Trainercoup. Wacker holte aus bisher vier Drittligaspielen nur zwei Punkte.

Der Verein hatte vor zwei Tagen Kontakt mit Basler aufgenommen. «Der Anruf hat mich stolz gemacht. Es ging alles sehr schnell», erzählte der Europameister von 1996. Am Mittwochvormittag leitete er bereits das Training. «Wir haben uns eine Stunde beschnuppert. Die Voraussetzungen für eine ordentliche Saison sind da», berichtete der ehemalige Bundesligaprofi von Bayern München, Werder Bremen und 1. FC Kaiserslautern. Ziel sei der Klassenerhalt, so Basler, «und die Mannschaft ist stark genug, das zu erreichen».

Burghausen ist Baslers dritte Trainerstation. Das einstige «Enfant terrible», das im November 1999 beim FC Bayern 1999 nach einer Wirtshausschlägerei suspendiert worden war, hatte bisher Jahn Regensburg, TuS Koblenz (Co-Trainer) und Eintracht Trier betreut.