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Berlin

Bundestrainer Löw: Quali-«Endspiel» vermeiden

dpa

Bundestrainer Joachim Löw will in der Qualifikation zur Fußball-EM 2012 ein «Finale» in der Türkei vermeiden und schwört seine Schützlinge daher bereits auf die nächsten Duelle im Frühjahr ein.

Training
Bundestrainer Joachim Löw (m) steht bei einem Training inmitten der Nationalspieler.

Der Coach hofft, gegen Kasachstan, Österreich und Aserbaidschan den Gruppengegnern schon vor der Sommerpause zu enteilen, ehe im Oktober die Reise an den Bosporus ansteht. «Wenn wir diese Spiele gewinnen, können wir möglicherweise – und das ist auch das Ziel – frühzeitig etwas klar machen, bevor wir dann nach Istanbul fliegen, um dort irgendwie ein Endspiel zu haben», sagte Löw in einem Interview auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Löw kennt die Situation: Ende 2009 war es das Gastspiel in Moskau, in dem Deutschland durch ein knappes 1:0 die WM-Qualifikation perfekt machte. «Gegen Russland damals, das war zwar schon auch interessant», erinnert sich der 50-Jährige, «aber wenn wir das vermeiden können – so ein Finale – dann werden wir das auch versuchen.»

Einige zuletzt in Schweden (0:0) getestete Nachwuchsprofis könnten dann auch wieder mit von der Partie sein – der Trainer stellt ihnen einen dauerhaften Platz im DFB-Team in Aussicht. «Ich glaube, dass wir sieben, acht Spieler haben, die in den nächsten Jahren auch für unsere Nationalmannschaft wichtige Spieler sein können und werden.» Löw nannte speziell das Dortmunder Trio Mario Götze, Mats Hummels und Kevin Großkreutz sowie die Mainzer Lewis Holtby und André Schürrle.

Zugleich machte der Coach den ganz jungen Spielern aber wenig Hoffnung auf einen Stammplatz. An Stars wie Thomas Müller oder Mesut Özil vorbeizukommen «ist natürlich dann auch schwer, weil man davon ausgehen kann, dass sie vielleicht sogar noch besser werden in den nächsten Jahren und ihren Leistungszenit noch nicht erreicht haben».

Rückblickend auf das erfolgreiche WM-Jahr lobte Löw vor allem die Konstanz seiner Schützlinge. 2010 sei erstmals feststellbar gewesen, «dass wir dieses Niveau, das wir haben, nicht so einfach verlassen».

Außerdem erzählte Löw, dass die Bilder der WM bei ihm nach wie vor «ganz tiefe Gefühle» auslösen. Bei Videos aus Südafrika, von der Vorbereitung in Südtirol und Sizilien und den deutschen Fan-Feiern habe er «immer wieder so eine Gänsehaut bekommen und manchmal auch Tränen in den Augen, das muss ich auch ehrlich und offen gestehen».

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