Archivierter Artikel vom 13.12.2011, 18:00 Uhr

Britisches NOK zieht im Dopingstreit vor den CAS

Berlin (dpa). Im Dauerstreit um den lebenslangen Olympiabann für gedopte Sportler zieht das Nationale Olympische Komitee Großbritanniens (BOA) wie erwartet vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS).

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Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte vor drei Wochen erklärt, das BOA verstoße mit seiner rigorosen Sperre gegen den WADA-Kodex. «BOA und WADA stimmen überein, dass der CAS das angemessene Forum ist, diese Angelegenheit zu klären», teilten die Briten mit. Es werde angestrebt, dass der CAS eine Entscheidung bis Ende April 2012 treffen könne.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bemühte sich zuletzt um Deeskalation. «Man kann ein NOK nicht dafür bestrafen, dass es die WADA-Regeln übererfüllt», erklärte IOC-Vize Thomas Bach, «der Geist der WADA ist es, Doping zu bekämpfen. Wir müssen aufpassen, dass sich unsere eigenen Regeln nicht gegen uns wenden.»

Streitpunkt ist die lebenslange Olympia-Sperre, die die BOA für Doping-Erstvergehen verhängt. Diese Bestimmung ist nicht konform mit dem WADA-Code. Eine vollständige Anerkennung dieses Codes ist aber Voraussetzung für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. Als schlimmste Sanktion könnte laut der IOC-Charta der Ausschluss von Olympia ausgesprochen werden. Das IOC hat allerdings bereits erklärt, diesbezüglich bestehe keine Gefahr für britische Athleten.

Das britische NOK erklärte, die lebenslange Sperre sei ein Standard zur Auswahl von Athleten für das Olympiateam. Dopingsünder würden die Moral, Atmosphäre und Wir-Gefühl in der Mannschaft beschädigen.