Archivierter Artikel vom 22.05.2021, 17:51 Uhr

34. Bundesliga-Spieltag

Bremen steigt mit Schalke ab – Union im Europapokal

Furioses Finale in der Fußball-Bundesliga: Nach dem 34. und letzten Spieltag steht der SV Werder Bremen neben dem FC Schalke 04 als Absteiger aus der Ersten Liga fest. Köln schafft es in die Relegation, Bielefeld ist gerettet. Jubel gibt es bei Union Berlin.

Werder steigt ab
Werders Maximilian Eggestein (hinten) und Milot Rashica gehen nach dem Abstieg mit gesenkten Köpfen vom Platz.
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Berlin (dpa). Für Werder Bremen ist der erste Bundesliga-Abstieg seit 41 Jahren besiegelt.

Kölner Jubel
Sebastiaan Bornauw (l) und Noah Katterbach jubeln über den Siegtreffer, mit dem sich der 1. FC Köln auf den Relegationsplatz geschoben hat.
Foto: Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa

Die Norddeutschen rutschten durch eine 2:4 (0:1)-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach am letzten Spieltag noch auf Platz 17, der 1. FC Köln rettete sich durch ein 1:0 (0:0) gegen den bereits abgestiegenen FC Schalke 04 als 16. in die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten, der erst am Sonntag feststeht. Den Klassenerhalt sicherte sich als Tabellen-15. Arminia Bielefeld (35) nach einem 2:0 (0:0) beim VfB Stuttgart.

Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld hat den direkten Klassenerhalt geschafft und darf auch in der kommenden Saison Bundesliga-Fußball spielen.
Foto: Tom Weller/dpa

Den Vierkampf um einen internationalen Startplatz entschied Union Berlin für sich. Dank eines Treffers von Max Kruse (90.+2) bezwangen die Berliner bei der Rückkehr von 2000 Fans ins Stadion den Vize-Meister RB Leipzig mit 2:1 (0:0) und behaupteten damit den siebten Rang vor Gladbach (49).

Freude bei Abpfiff
Bielefelds Trainer Frank Kramer (r) jubelt nach dem Schlusspfiff.
Foto: Tom Weller/dpa

Beim Abschied von Trainer Hansi Flick feierte der deutsche Meister FC Bayern ein 5:2 (4:0) gegen den FC Augsburg – und den späten Rekordtreffer von Weltfußballer Robert Lewandowski. Der Pole hatte am vorigen Samstag beim 2:2 in Freiburg mit seinem 40. Saisontreffer die legendäre Bundesliga-Bestmarke von Bayern-Torjäger Gerd Müller aus der Saison 1971/72 eingestellt – und avancierte nun mit seinem Treffer zum 5:2 in der 90. Minute zum alleinigen Rekordhalter.

Bo Svensson
Bo Svensson übernahm den FSV Mainz 05 nach dem 14. Spieltag auf dem 17. Tabellenplatz – und führte den Verein zum direkten Klassenerhalt.
Foto: Torsten Silz/dpa

Borussia Dortmund gewann gegen Bayer Leverkusen 3:1 (1:0), Eintracht Frankfurt setzte sich gegen den SC Freiburg ebenfalls mit 3:1 (1:0) durch. Der VfL Wolfsburg unterlag dem FSV Mainz 05 2:3 (0:1), die TSG 1899 Hoffenheim bezwang Hertha BSC 2:1 (0:1).

Pal Dardai
Dardai hat es vollbracht, aus einer verunsicherten Hertha-Mannschaft eine Einheit zu formen und so den Klassenerhalt zu sichern.
Foto: Uli Deck/dpa

In Köln spielten sich nach gut 70 Minuten zunächst dramatische Szenen ab. Das vermeintliche 1:0 der Kölner gab Schiedsrichter Daniel Siebert nach einer Überprüfung durch den Videobeweis nicht. Doch Sebastiaan Bornauw sorgte für das erlösende 1:0 (86.) und schoss den FC damit noch auf Platz 16.

Sami Khedira
War gegen Hoffenheim das letzte Mal am Ball. Ex-Weltmeister Sami Khedira hat seine Profikarriere nach 15 Jahren beendet.
Foto: Uli Deck/dpa

Für Werder Bremen dagegen endet eine weitere enttäuschende Saison mit dem Abstieg, den auch Club-Legende Thomas Schaaf nicht verhindern konnte. Für die Gladbacher trafen Lars Stindl (3. Minute), Marcus Thuram (52.), Rami Bensebaini (58.) und Florian Neuhaus (67.). Milot Rashica (81.) und Niclas Füllkrug (83.) waren für Werder erfolgreich. Nachdem sich die Bremer in der vergangenen Saison noch in der Relegation hatten retten können, geht es für den viermaligen deutschen Meister nun in die zweite Liga.

Adi Hütter
Hütter stand gegen den SC Freiburg das letzte Mal als Frankfurter Cheftrainer an der Seitenlinie.
Foto: Arne Dedert/dpa

Emotionale Szenen hatte es schon vor den Partien in einigen Stadien gegeben. Die Bayern verabschiedeten sich von Sieben-Titel-Trainer Hansi Flick und drei Triple-Stars, die ein goldenes Jahrzehnt in München prägten: David Alaba, Jérôme Boateng und Javi Martínez.

Erling Haaland
BVB-Stürmer Haaland (l) traf gegen Bayer Leverkusen zum 1:0 und 3:0. In 28 Bundesliga-Spielen erzielte der junge Norweger 27 Tore.
Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

In Dortmund bestritt der als Kultfigur verehrte 35 Jahre alte Außenverteidiger Lukasz Piszczek nach elf Jahren im BVB-Trikot sein letztes Bundesliga-Spiel. Zu Ehren des polnischen Musterprofis waren auf der leeren Südtribüne ein überdimensionales BVB-Trikot mit der Nummer 26 und diverse Spruchbänder zu sehen. Zuschauer waren – wie an den meisten anderen Spielorten – in Dortmund nicht zugelassen.

Robert Lewandowski
Bayern-Star Robert Lewandowski ist jetzt alleiniger Rekordtorschütze in der Bundesliga.
Foto: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

Dagegen waren bei der Partie des 1. FC Union Berlin gegen RB Leipzig 2000 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei erlaubt. In München durften 250 Zuschauer in die Allianz Arena. 100 Karten davon wurden von den Bayern an Personen aus dem Gesundheitswesen vergeben.

Deutscher Meister
Martinez (Mitte l-r), Boateng und Alaba und die Mannschaft vom FC Bayern München jubeln über den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Foto: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

© dpa-infocom, dpa:210522-99-705149/8

Fans in der Alten Försterei
Erstmals seit fast sieben Monaten waren in der Alten Försterei wieder Fans zugelassen. Der Berliner Senat erlaubte 2000 Fans den Zutritt.
Foto: Michael Sohn/POOL AP/dpa

Spieltag

Anzeigetafel
In der Münchner Allianz-Arena wird die Zuschauerzahl auf der Anzeigentafel präsentiert.
Foto: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

Tabelle