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Cottbus

Boy will seine «Blütezeit» in London nutzen

dpa

Bei seiner Heim-Show stellt er sich mit abgespecktem Programm vor. Knapp vier Monate vor den London-Spielen will Philipp Boy jegliches Risiko vermeiden und startet am Donnerstag in Cottbus nur am Boden.

Angeschlagen
Philipp Boy wird in Cottbus nur am Boden starten um die Olympischen Spiele nicht zu gefährden.
Foto: Kimimasa Mayama – DPA

Nach überstandener Entzündung im Handgelenk quälen ihn jetzt Probleme mit dem Schlüsselbein – Sorgen um dem Saison-Höhepunkt an der Themse macht sich der zweifache Vizeweltmeister im Mehrkampf (noch) nicht.

«Mein Fokus liegt allein auf London», erklärte der zuletzt erfolgreichste deutsche Turner vor dem Turnier der Meister, «meine Blütezeit ist gekommen. Nach unvergesslichen Momenten bei den letzten Welt- und Europameisterschaften will ich jetzt auch bei Olympia angreifen.» Anders als Boy werden viele der rund 200 Athleten aus über 40 Ländern bei der zum zweiten Mal als Challenge Cup ausgeschriebenen Traditionsveranstaltung ihre Olympia-Übungen präsentieren.

Bereits im Dezember hatte er eine vierwöchige Pause einlegen müssen, um optimal zu regenerieren. Nachdem er wegen einer Entzündung im linken Handgelenk den ersten Weltcup in New York absagen musste, verhindert nun eine Verletzung am Schlüsselbein den Start an seinem Spezialgerät Reck in der Lausitzarena. «Auf New York zu verzichten, war sehr bitter. Ich wäre natürlich gern im Madison Square Garden dabei gewesen. Aber so ist der Sport. Und in diesem Jahr zählt für mich nur Olympia», sagte Boy.

Da sich die Entzündung vor allem in der rechten Schulter bemerkbar macht, konnte Boy in den letzten Wochen seine neue Reckübung nur eingeschränkt einstudieren. «Ich bin froh, dass ich überhaupt in Cottbus starten kann und hoffe natürlich auf das Finale», sagte der «Sunny-Boy» vor seinem Heimspiel. Bei der EM in Montpellier (24.-27. Mai) muss Boy seinen Allround-Titel von Berlin nicht verteidigen, diesmal steht statt des Mehrkampfes die Team-Konkurrenz auf der Agenda, in der die Deutschen vor zwei Jahren erstmals in der EM-Historie den Titel einheimsen konnten.

Da Fabian Hambüchen in diesem Jahr einen anderen Saison-Aufbau bevorzugt als seine Teamgefährten, wird der Hesse sowohl in Cottbus als auch in Montpellier fehlen. Die größten Hoffnungen der Deutschen ruhen daher neben Boy auf dem Hachinger Marcel Nguyen, der schon in New York mit Platz drei im Mehrkampf einen überzeugenden Saisoneinstand feierte. Der Barren-Europameister wird sich in Cottbus an seinem Spezialgerät sowie an Ringen und am Reck vorstellen.

Ein deutliche Schwächung für das Frauen-Team ist die kurzfristige Absage der Olympia-Zweiten Oksana Chusovitina, die sich einen Rückennerv eingeklemmt hat und erst nach einigen Tagen Pause wieder ins Olympia-Training einsteigen kann. Vize-Europameisterin Elisabeth Seitz plagt sich mit Fußproblemen und wird in Cottbus nur am Stufenbarren eingesetzt.

Neben den chinesischen Assen um Doppel-Olympiasieger Chen Yibing und den sechsfachen Weltmeister Xiao Qin ist vor allem die Konkurrenz am Reck erstklassig: Europameister Epke Zonderland aus den Niederlanden trifft unter anderen auf seinen EM-Vorgänger Vlasios Maras aus Griechenland und John Orozco aus den USA.

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