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    Boll und Ovtcharov hungrig auf Tischtennis- EM-Titel

    Timo Boll oder Dimitrij Ovtcharov - für viele Tischtennis-Fans reduziert sich die Europameisterschaft in Dänemark auf eine deutsche Angelegenheit.

    Ambitioniert
    Timo Boll will zum sechsten Mal Europameister im Einzel werden.
    Foto: Jonathan Brady - DPA

    Der WM-Dritte Boll und der Olympia-Dritte Ovtcharov führen als Nummer eins und zwei die Setzliste bei den Titelkämpfen vom 16. bis 21. Oktober in Herning an. Boll möchte seinen sechsten Einzeltitel holen. «Ich reise nicht nach Dänemark mit dem Ziel, das Halbfinale zu erreichen», kündigte der 15-malige Rekord-Europameister forsch seine Ambitionen an.

    Das frühe Olympia-Aus im Einzel hat der 31-jährige Linkshänder von Borussia Düsseldorf gut verarbeitet. Der zweite Platz beim Weltcup vor drei Wochen in Liverpool untermauerte seine starke Form. «Ich habe das Training leicht reduziert, um frisch zu bleiben», berichtete Boll. Der Vielspieler verzichtet auf das Doppel und kann sich ganz auf das Einzel konzentrieren. Erstmals wurde der Team-Wettbewerb aus dem EM-Programm gestrichen. «Ich bin glücklich, dass das Turnier in diesem Jahr nicht ganz so lange geht», kommentierte Boll den neuen Modus einer Kompakt-EM.

    Der Top-Favorit will deshalb erst kurz vor Beginn der Hauptrunde am Freitag nach Jütland reisen. Von den 13 deutschen Teilnehmern müssen nur Patrick Franziska (Fulda) und Sabine Winter (Kolbermoor) in der Qualifikation am Mittwoch und Donnerstag antreten. Der zweite deutsche Top-Star Ovtcharov hat sich vorgenommen, bereits am Mittwoch die Verhältnisse in der Multifunktions-Halle Jyske Bank Boxen zu erkunden - er ist bereit, seinen Freund Boll vom EM-Thron zu stoßen. «Ich habe hart trainiert und viel vor», sagte der 24-Jährige selbstbewusst.

    Für Bundestrainer Jörg Roßkopf sind die Voraussetzungen ideal. «Das zeigt, dass wir seit Jahren in Europa dominant auftreten», meinte er zu den hohen Setzungen seiner beiden Spitzenspieler. Allerdings warnte Roßkopf auch vor den Konkurrenten, die das deutsche Traumfinale verhindern könnten.

    Vor allem Dänemarks Lokalmatador Michael Maze ist vor eigenem Publikum besonders motiviert. Der Europameister von 2009 trifft bei einem planmäßigen Verlauf im Halbfinale auf Boll. Zuvor muss Maze aber Bolls Düsseldorfer Clubkollegen Christian Süß und Patrick Baum aus dem Weg räumen.

    In der unteren Hälfte wartet der Weißrusse Wladimir Samsonow als vermeintlich höchste Hürde auf den Olympia-Dritten Ovtcharov. Zusammen peilen Ovtcharov und Samsonow den Titel im Doppel an. Von den sieben Herren des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) wollte nur der Bronze-Mann aus London auch im Doppel antreten. «Wir haben es den Spielern in dem Jahr mit WM und Olympia freigestellt, Doppel zu spielen. Aus meiner Sicht ist das auch sinnvoll», erläuterte DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig, der auch für die deutschen Damen Medaillenchancen in beiden Disziplinen sieht.

    Die an Nummer zwei gesetzte Jiaduo Wu, ihre Kroppacher Clubkollegin Kristin Silbereisen, die EM-Zweite Irene Ivancan (Berlin) oder Zhenqi Barthel (Bingen) sind für einen Podestplatz gut. Nach der Absage von Titelverteidigerin Li Jiao (Niederlande) ist die Einzel-Konkurrenz diesmal völlig offen. Schimmelpfennig hat seine Spielerinnen in die Pflicht genommen: «Wir fahren nicht zur EM, um unsere Reisekosten zu verbraten.»

    Das DTTB-Aufgebot im Überblick:

    Herren-Einzel: Timo Boll (Düsseldorf), Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/Russland), Bastian Steger (Saarbrücken), Patrick Baum (Düsseldorf), Christian Süß (Düsseldorf), Ruwen Filus (Grenzau), Patrick Franziska (Fulda-Maberzell)

    Herren-Doppel: Dimitrij Ovtcharov/Wladimir Samsonow (Orenburg/Weißrussland)

    Damen-Einzel: Jiaduo Wu (Kroppach), Irene Ivancan (Berlin), Kristin Silbereisen (Kroppach), Zhenqi Barthel (Bingen), Sabine Winter (Kolbermoor)

    Damen-Doppel: Jiaduo Wu/Kristin Silbereisen (Kroppach), Sabine Winter/Petrissa Solja (Kolbermoor/Linz/Österreich), Irene Ivancan/Polina Michailowa (Berlin/Russland)

    Die Titelverteidiger:

    Herren-Einzel: Timo Boll (Düsseldorf), Herren-Doppel: Marcos Freitas/Andrej Gacina (Portugal/Kroatien), Damen-Einzel: Li Jiao (Niederlande), Damen-Doppel: Ruta Paskauskiene/Oksana Fadeewa (Litauen/Russland)

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