Archivierter Artikel vom 16.05.2013, 21:50 Uhr
Paris

Boll besiegt Zweitrundenfluch in Paris

Timo Boll hat den Zweitrunden-Fluch in Paris besiegt. Zehn Jahre nach seinem frühen Scheitern bei der WM 2003 im Palais Omnisports qualifizierte sich der Tischtennis-Europameister trotz einiger Probleme für die dritte WM-Runde.

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Starker Start
Timo Boll erwischte bei der WM in Paris einen guten Start.
Foto: Yoan Valat – DPA

Beim 4:1 gegen seinen zukünftigen Düsseldorfer Clubkollegen Sharat Kamal Achanta wurde Boll anfangs kalt erwischt, zeigte nach dem verlorenen ersten Satz aber eine gute Reaktion. Mit einer heißen Rolle für den Rücken hatte der 32-Jährige beim Physiotherapeuten die lange Wartezeit auf seinen zweiten Einsatz überbrückt.

Auch der ambitionierte Olympia-Dritte Dimitrij Ovtcharov und Patrick Baum gewannen ihre Partien. Dabei bezwang der zweimalige EM-Zweite Baum Österreichs Ex-Weltmeister Werner Schlager (40) unerwartet deutlich mit 4:0. «Vor zehn Jahren hätte ich das wohl nicht geschafft», sagte Baum. Schlager hatte 2003 als bisher letzter Europäer den WM-Titel an gleicher Stelle gewonnen. WM-Neuling Patrick Franziska (Fulda) zahlte beim 0:4 gegen den Olympia-Vierten und Bremer Bundesliga-Profi Chuang Chih-Yuan (Taiwan) Lehrgeld.

Im Damen-Einzel und im Mixed ist der Deutsche Tischtennis-Bund nur noch WM-Zuschauer. Das Trio Jiaduo Wu, Kristin Silbereisen (beide Kroppach) und Zhenqi Barthel (Bingen) war in der dritten Runde gegen hochkarätige Gegnerinnen aus China und Hongkong vollkommen chancenlos. Alle drei Partien endeten 0:4. «Alle meine Damen haben ganz ordentlich gespielt», lautete das sehr wohlwollende Fazit von Bundestrainerin Jie Schöpp.

Zumindest im Doppel qualifizierten sich Silbereisen/Wu sowie das Herren-Duo Baum/Steger für das Achtelfinale. Die Top-Spieler Boll und Ovtcharov hatten auf das Doppel verzichtet, was sich scheinbar auszahlt. «Das war relativ deutlich. Ich habe sehr konzentriert gespielt, bisher läuft alles gut», sagte der 24-jährige Ovtcharov nach dem 4:0 gegen den 20 Jahre älteren Kroaten Zoran Primorac.

Die scheinbar übermächtigen Chinesen überstanden den Tag nicht ohne schmerzhafte Ausfälle. Peking-Olympiasieger Ma Lin und gleich zwei Mixed-Kombination aus dem Reich der Mitte mussten den Schläger einpacken. Das macht der Konkurrenz Mut für die nächsten Tage.

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