Archivierter Artikel vom 15.11.2013, 13:20 Uhr

Bleirohr klingt bei Klopftest dumpf – Austausch bis Dezember nötig

Hamburg (dpa/tmn). Bewohner von Altbauten sollten prüfen, ob im Haus noch Bleirohre vorhanden sind. Blei ist für den Menschen giftig und kann in das Trinkwasser übergehen. Mit einem Klopftest können Wasserleitungen, die das schädliche Metall enthalten, erkannt werden.

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Blei im Trinkwasser
Ob Blei im Trinkwasser ist, kann man nicht sehen. Befinden sich jedoch noch Bleirohre im Haus, erkennt man sie an einem dumpfen Klang.
Foto: Oliver Multhaup – DPA

Bei sichtbar verlegten Wasserleitungen lässt sich meist schnell erkennen, ob es sich um alte Bleirohre handelt. Sie sind nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg um Ecken gebogen und in einem Stück verlegt. Mit Kupferleitungen sei das nicht möglich. Wer auf ein Bleirohr klopft, hört einen dumpfen Klang. Außerdem lässt es sich mit spitzen Gegenständen wie einem Messer abschaben oder einritzen.

Aus den Leitungen geht das giftiges Schwermetall Blei ins Trinkwasser über. So kann es in den menschlichen Körper gelangen, wo es sich anreichert und größtenteils in den Knochen ablagert. Bis spätestens Anfang Dezember müssen Wasserrohre aus Blei gegen Leitungen aus anderem Material ausgetauscht werden. Denn ab 1. Dezember gelten strengere Grenzwerte für Blei im Trinkwasser: Pro Liter dürfen nur noch 0,01 Milligramm enthalten sein.

Immobilienbesitzer sind den Verbraucherschützern zufolge dazu verpflichtet, ihren Mietern Bescheid zu geben, wenn die Hausinstallation noch aus Bleileitungen besteht. Wer unsicher ist, ob das der Fall ist, kann sein Trinkwasser beim örtlichen Wasserwerk oder von einem privaten Labor auf Bleispuren testen lassen.