Archivierter Artikel vom 12.06.2012, 18:50 Uhr

Blatter besorgt über Palästinenser im Hungerstreik

Zürich (dpa). FIFA-Chef Sepp Blatter hat in einem Brief an den israelischen Fußballverband «schwere Bedenken» wegen in Israel «vermeintlich illegal» inhaftierter palästinensischer Fußballspieler geäußert.

Lesezeit: 1 Minuten
Eingemischt
FIFA-Präsident Joseph Blatter setzt sich für palästinensische Fußballer ein.
Foto: Laszlo Beliczay – DPA

Wie der Fußballweltverband mitteilte, sei Blatter insbesondere über den kritischen Zustand Mahmoud Sarsaks besorgt. Der 25 Jahre alte frühere Nationalspieler Palästinas ist nach Medienberichten seit dem 19. März im Hungerstreik und gesundheitlich schwer angeschlagen.

Grund für den Hungerstreik ist nach Angaben der britischen Zeitung «The Guardian» die sechste Verlängerung der seit 2009 andauernden sogenannten Verwaltungshaft. Nach Informationen der Profivertretung FIFPro soll Sarsak nur noch 30 Kilogramm wiegen. Sein Anwalt erklärte, Sarsak nehme wieder Milch zu sich, um nicht weiter zu dehydrieren, sein Zustand sei nun stabil. Auch andere Fußballspieler sollen sich in einem Hungerstreik befinden.

Die FIFA habe den Israelischen Verband dazu aufgefordert, die zuständigen Behörden auf die Fälle aufmerksam zu machen und sicherzustellen, dass den Spielern körperliche Unversehrtheit und das Recht auf ordentliches Gerichtsverfahren zugestanden werden. Der FIFA lägen Berichte vor, wonach Menschenrechte der Inhaftierten und deren Anspruch auf ein Verfahren verletzt worden seien und die Verhaftungen vermeintlich illegal seien, hieß es in der Mitteilung. Israels Verband erklärte, man werde auf Blatters Brief in den nächsten Tagen antworten.

Mitteilung der FIFA

Bericht des Guardian