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Bionik: Technik nach Vorbild der Natur gestalten

Gelsenkirchen (dpa/tmn) – Einen Klettverschluss kennt jeder – eine Erfindung, die sich weltweit durchgesetzt hat. Dabei steckt dahinter gar kein neuer Einfall: Der Erfinder hat sich das Prinzip von der Natur abgeguckt.

Als Vorbild dienten ihm die gleichnamigen Pflanzen, die sich im Fell seiner Hunde verfingen. Solche Nachahmerei war schon oft ein Motor des technischen Fortschritts. Wie sich die Natur zum Vorbild für die Technik machen lässt, das lernen Studenten in dem Fach Bionik.

«In der Bionik ist Abgucken angesagt», erläutert Prof. Olaf Just von der Fachhochschule Gelsenkirchen, die das Fach ab dem kommenden Wintersemester anbieten will. «In der Natur haben sich viele Prinzipien über Jahrmillionen in der Evolution durchgesetzt. Diese natürlichen Vorbilder will die Bionik technisch nutzbar machen.» Neu ist die Disziplin nicht: Als erster Bioniker der Welt gelte Leonardo da Vinci, der für seine Flugmaschinen studierte, wie Vögel abheben und in der Luft bleiben.

Im Studium geht es zunächst um Biologie und Chemie. Erst danach steht auf dem Lehrplan, wie sich Mechanismen aus diesen Fächern technisch nachbilden lassen. Technik um der Technik willen kommt dabei nicht vor. Sie wird immer als Mittel zum Zweck gesehen: Er besteht darin, den Menschen zu unterstützen.

Arbeit für Absolventen gibt es in vielen Industriezweigen. Sie versuchen etwa, Windkraftanlagen nach dem Vorbild eines Getreidehalms zu bauen und so die optimale Verbindung aus Biegsamkeit und Standfestigkeit hinzubekommen. Oder sie entwickeln Roboter weiter, indem sie ihnen etwa mittels künstlicher Tasthaare das Fühlen beibringen. Studieren lässt sich das Fach außer in Gelsenkirchen auch in Bremen. In Berlin kommt das Thema außerdem im Studiengang «Energie- und Verfahrenstechnik» vor.

Datenbank mit Studiengängen: www.hochschulkompass.de

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