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    Biathlon-Damen bestens gelaunt – Henkel vor 13. Rennen

    Krasnaja Poljana (dpa) – Evi Sachenbacher-Stehle ließ sich nicht beirren. «Nachher sind nicht mehr alle da», sagte die Langlauf-Olympiasiegerin kurz vor dem Abschluss-Training zum Biathlon-Sprint und gab Bundestrainer Ricco Groß kurzerhand ihr Smartphone, um Erinnerungs-Schnappschüsse zu machen.

    Evi Sachenbacher-Stehle
    Evi Sachenbacher-Stehle feiert in Sotschi ihre Olympia-Premiere als Biathletin.
    Foto: Hendrik Schmidt – DPA

    Der Coach ließ sich erweichen und knipste am Schießstand sein gut gelauntes Team, ehe der Feinschliff für das 7,5-Kilometer-Rennen am Sonntag (15.30 Uhr) begann. Groß' Kollege Gerald Hönig scherzte mit seinen Mädels: «Solche Handys hätte man Euch gar nicht geben sollen.»

    Die Stimmung im deutschen Damen-Team ist prima, auch wenn der Haussegen nach der Nominierung für den Auftakt-Wettkampf hätte schief hängen können. Denn in Franziska Hildebrand wurde die in der Weltcup-Gesamtwertung zweitbeste Deutsche aus taktischen Gründen nicht aufgestellt. «Ich hatte schon etwas Furcht, dass ich nicht dabei bin», sagte Sachenbacher-Stehle. Zwei Jahre nach ihrem Umstieg feiert der Ex-Langlauf-Star seine Olympia-Premiere als Biathletin. Die 33-Jährige ist aber nicht die einzige Debütantin, denn auch die Youngster Laura Dahlmeier und Franziska Preuß geben ihren olympischen Einstand.

    Schon ihr 13. Olympia-Rennen bestreitet dagegen Andrea Henkel. Die 36-Jährige hofft, dass sie «im Sprint endlich einmal» durchkommt. Dann nämlich hätte die Thüringerin auch die allerbesten Voraussetzungen für den Verfolgungswettkampf, den sie zuletzt beim Weltcup in Antholz gewonnen hat. Bei ihrer vierten und letzten Olympia-Teilnahme startet die Doppel-Olympiasiegerin von 2002 voraussichtlich sechsmal.

    Nach Sprint und Verfolgung steht in den Bergen über Sotschi das 15-Kilometer-Einzel auf dem Programm. «Das ist natürlich ein Wettkampf, der ganz gut laufen könnte, aber zuletzt stand ich im Sprint und der Verfolgung auf dem Podium», meinte die achtmalige Weltmeisterin. «Und der Massenstart liegt mir auch. In der Staffel standen wir bisher immer auf dem Podium. In der Mixed-Staffel wollen wir das natürlich auch schaffen.»

    Die Top-Favoritinnen sind aber andere. Tora Berger aus Norwegen, Darja Domratschewa aus Weißrussland, die Russin Olga Saizewa und Gabriela Soukalova aus Tschechien gelten nicht nur beim Auftaktrennen als aussichtsreichste Medaillenkandidatinnen.

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