BGH prüft erstmals Sicherungsverwahrung für Jugendliche

Karlsruhe (dpa). Das Bundesverfassungsgericht soll überprüfen, ob die nachträgliche Sicherungsverwahrung nach dem Jugendstrafrecht mit der Verfassung vereinbar ist. Das hat der Anwalt eines heute 32- Jährigen aus Bayern heute vor dem Bundesgerichtshof gefordert. Sein Mandat war 1999 nach dem Mord an einer Joggerin zur Jugendhöchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Regensburg hat jedoch im Juni 2009 angeordnet, dass er trotz verbüßter Strafe in Haft bleibt – eine Premiere.