BGH bestätigt Sicherungsverwahrung bei Jugendstrafen

Karlsruhe (dpa). Nach Verbüßung einer Jugendstrafe ist eine nachträgliche Sicherungsverwahrung zulässig. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Der Gesetzgeber müsse Menschen vor Straftaten schützen, so die Richter. Die Abwägung dürfe darum zulasten gefährlicher Straftäter gehen. Die Karlsruher Richter bestätigten eine Entscheidung des Landgerichts Regensburg. Danach muss ein 32-Jähriger in Haft bleiben, obwohl er seine Jugendstrafe von zehn Jahren verbüßt hat. Er hatte 1999 eine Joggerin ermordet.