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Göttingen

Bewegung hilft gegen Panikattacken

dpa/tmn

Die Angst vor Menschenmassen beim Schlussverkauf oder vor der bevorstehenden Fahrt im Aufzug kann zu plötzlichen Schweißausbrüchen oder Hyperventilation führen. Manche Menschen reagieren leicht panisch – dann spielt der Körper verrückt.

Zwei Frauen joggen
Der Experte empfiehlt Bewegung: Durch körperliche Betätigung passen die unnatürlichen Symptome wieder zur Tätigkeit des Körpers.
Foto: Marc Müller – DPA

Das Herz beginnt zu rasen, Schwitzen, Schwindel, Zittern und Luftnot setzen ein. Dann bringt es wenig, zu versuchen ruhigzubleiben. Stattdessen kann körperliche Betätigung bei einer Angstattacke helfen. «Wer kann, sollte in einer solchen Situation joggen gehen, Treppen laufen oder Kniebeugen machen», empfiehlt Prof. Borwin Bandelow, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen.

Durch die körperliche Betätigung passen die Symptome, die vorher als unnatürlich und gefährlich eingestuft worden sind, wieder zu der Tätigkeit des Körpers. Das beruhigt denjenigen, der gerade eine Panikattacke erleidet, erklärt der Psychiater. Das oft empfohlene bewusste Atmen sollte dagegen vermieden werden: «Dadurch wird die Konzentration ganz auf die Reaktionen des Körpers gelenkt, und das steigert die Panik nur weiter», erklärt Bandelow.

Stattdessen rät er, sich bewusst zu machen, dass die Panikattacke nach etwa 30 bis 120 Minuten wieder vorbei ist und keine schlimmen Folgen hat. Schon das kann beruhigend wirken.

Eine gelegentliche Panikattacke ist ganz normal und kann jeden ereilen. Sollten diese Attacken jedoch viermal im Monat oder häufiger auftreten, rät Bandelow den Betroffenen, einen Arzt aufzusuchen.

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