Archivierter Artikel vom 12.04.2010, 16:48 Uhr

Bericht zu Rodler-Tod an IOC übergeben

Lausanne (dpa). Auf den Tag genau zwei Monate nach dem Todessturz des Georgiers Nodar Kumaritaschwili bei den Winterspielen hat der Rodel-Weltverband (FIL) seinen Untersuchungsbericht ans Internationale Olympische Komitee (IOC) übergeben.

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FIL-Präsident Josef Fendt überreichte am 12. April in Lausanne den detaillierten Bericht zu den Unglücksumständen. Einzelheiten zu dem Bericht, der erst in einer Woche der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, wurden zunächst nicht bekannt. Der 21 Jahre alte Georgier war Mitte Februar wenige Stunden vor Eröffnung der Winterspiele auf der olympischen Hochgeschwindigkeitsbahn von Whistler gestürzt und tödlich verletzt worden.

Vor wenigen Tagen hatte FIL-Generalsekretär Svein Romstad berichtet, dass der Unfall durch eine «Verkettung unglücklicher Umstände» ausgelöst worden sei. «Was Nodar passiert ist, war ein unvorhersehbarer Unglücksfall», hatte Romstad in seinem Berichtsentwurf erklärt. «Natürlich sucht man immer einen Schuldigen, auf dem man zeigen und dann sagen kann: Er war das. Aber ich denke, dass es eine Verkettung unglücklicher Umstände war.» Zuvor hatte der Generalsekretär die Untersuchung dem Rodel- Weltverband vorgelegt.

Beim Olympia-Abschlusstraining war der Georgier nach einem Fahrfehler gestürzt und aus der Bahn katapultiert worden. Als Reaktion auf den Todessturz waren für die Olympia-Rennen im Zielauslauf Holzwände eingezogen worden, die bei weiteren Stürzen ein Hinausschleudern verhindern sollten. «Wenn Nodar in der Bahn geblieben wäre, wäre er wohl okay gewesen – mit einigen Prellungen und Beulen», betonte Generalsekretär Romstad.