Archivierter Artikel vom 24.06.2011, 19:50 Uhr
Bendorf

Bendorf: Stellenvergabe geht in die nächste Runde

„Mir ist diese Entscheidung sehr schwer gefallen“, sagt Max Prümm (CDU) auf Anfrage unserer Zeitung zu seinem Entschluss, die ihm zugesagte Führungsposition in der Wirtschaftsförderung der Stadt Bendorf nun doch nicht wahrnehmen zu wollen. Der 33-jährige Stadtjugendförderer beklagt, dass das Klima von Anfang an „vergiftet“ worden sei. Das bedauert auch Bendorfs Bürgermeister Michael Syré.

Kurz vor seinem Einzug ins Rathaus II der Stadt Bendorf verzichtet Max Prümm (33) auf die Leitung der Wirtschaftsförderung.  Foto: Damian Morcinek
Kurz vor seinem Einzug ins Rathaus II der Stadt Bendorf verzichtet Max Prümm (33) auf die Leitung der Wirtschaftsförderung.
Foto: Damian Morcinek

Bendorf – „Mir ist diese Entscheidung sehr schwer gefallen“, sagt Max Prümm (CDU) auf Anfrage unserer Zeitung zu seinem Entschluss, die ihm zugesagte Führungsposition in der Wirtschaftsförderung der Stadt Bendorf nun doch nicht wahrnehmen zu wollen. Der 33-jährige Stadtjugendförderer beklagt, dass das Klima von Anfang an „vergiftet“ worden sei. Das bedauert auch Bendorfs Bürgermeister Michael Syré. „Ich bin traurig, weil ich mir mit Max Prümm an dieser Stelle jemanden vorgestellt habe, der qualifiziert für die Stadt eingetreten wäre“, sagt Syré, der Prümms Rückzugsgründe schweren Herzens akzeptiert.

Erleichterung, nicht zuletzt aber auch Hochachtung vor Prümms Handeln macht sich derweil in den Reihen der Stadtratsfraktionen sowie der Bendorfer Wirtschaft breit. „Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Max Prümm“, sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Markus Falk. Die Verantwortung für diesen „chaotischen Höhepunkt“ trage dennoch der Bürgermeister, daher würden die angestrengten Verfahren gegen Michael Syré (die RZ berichtete) weiter voran getrieben. Die SPD hält ohnehin weiter an ihrer Rücktrittsforderung fest. WUM-Fraktionschef Wilhelm Eiter glaubt indes, dass die kürzlich einberufene CDU-Fraktionssitzung etwas mit Prümms Rückzug zu tun hat. Dass es in dem Zusammenhang innerparteiliche Weisungen gegeben haben soll, verneinte Joachim Boos (CDU) gegenüber der RZ.

Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Blickpunkt Bendorf, Klaus Peter Kramer, bringt es derweil auf den Punkt: „Hier ist ein riesiger Flurschaden für die Bendorfer Politik entstanden, der noch nicht ausgestanden ist.“ Unklar ist auch, wer nun die Nachfolge von Rehlinde Glöckner antreten wird. Die Wirtschaftsverbände erwarten, dass Glöckners erfahrener Stellvertreter Werner Prümm den Posten erhält.

Von unserem Redakteur Damian Morcinek