Archivierter Artikel vom 06.07.2010, 12:28 Uhr

Bei Smog sollten Kinder nicht im Freien toben

Köln/Dessau (dpa/tmn) – Kinder sollten bei den aktuell erhöhten Ozon-Werten nicht im Freien herumtoben oder Sport treiben. Denn das Reizgas Ozon greift die Schleimhäute an.

Kinder toben den Sommer
Das Toben im Freien macht gerade im Sommer Spaß. Doch bei erhöhten Ozon-Werten kann das für Kinder riskant sein. (Bild: dpa)

Die Folgen sind Augenreizungen, Hustenattacken mit Luftnot und Herzrasen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Kinder, die durch Allergien vorbelastet sind, seien besonders gefährdet. Eltern sollten sie deshalb möglichst zwischen 11.00 und 22.00 Uhr in kühlen Räumen spielen lassen. Schwimmbadbesuche sollten kurz gehalten werden.

In Berlin beispielweise werden in diesen Tagen die durchschnittlichen Ozon-Werte von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m3) um mindestens 20 Mikrogramm überschritten. An stark befahrenen Straßen liegen die Werte sogar bei 180 Mikrogramm. Die aktuellen deutschlandweiten Werte können sich Verbraucher auf der Internetseite des Umweltbundesamtes in Dessau anschauen. Es gilt eine Informationsschwelle von 180 µg/m3 und eine Alarmschwelle von 240 µg/m3. In 2010 darf – zum Schutz der Gesundheit – ein maximaler 8-Stunden-Wert von 120 µg/m3 höchstens an 25 Tagen pro Kalenderjahr überschritten werden.

Luftwerte in Deutschland: dpaq.de/sy4WC

Gesundheitsportal für Eltern und Kinder: kinderaerzte-im-netz.de