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Bei Kurzläufer-Baugeld Anschlusszinsen bedenken

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Die Zinsen für Baugeld mit fünfjähriger Bindung sind im Keller. Bevor sie einen solchen Darlehensvertrag abschließen, sollten Bauherren aber eine Rechnung für die Zeit danach aufmachen.

«Die schwierige Frage ist: Werden wir in absehbarer Zeit wieder so eine Tiefzinsphase bekommen?», erläutert Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt.

Zwar seien die Baugeldzinsen für fünf Jahre mit durchschnittlich 3,20 Prozent auf einem neuen historischen Tief angelangt. Sie liegen damit laut FMH 0,10 Prozentpunkte unter dem bisherigen absoluten Zinstief vom September 2005. Aber wer sich jetzt für eine fünfjährige Darlehenslaufzeit entscheiden will, sollte genau rechnen. Denn der Zinssatz für ein Anschlussdarlehen dürfe auf dann höchstens 4,80 Prozent steigen, damit bei gleicher monatlicher Rate die gleiche Restschuld wie beim etwas teureren Zehnjahresangebot herauskommt.

Und in der letzten Niedrigzinsphase war der Zins bereits nach zwei Jahren auf diesen Wert – 4,80 Prozent – geklettert. Herbst rät eher dazu, die zur Zeit ebenfalls günstigen, aber wesentlich sicheren Zinsen für 15 Jahre zu nehmen: «Damit kann die Baufamilie die nächsten, vielleicht turbulenten Zinsjahre gut überstehen.» Die Zinsen für Baugeld mit zehn Jahren Bindung lägen mit 3,92 Prozent noch 0,20 Prozentpunkte über dem Tiefststand, die für 15 Jahre noch 0,25 Prozentpunkte – hier beträgt der aktuelle Durchschnittszins 4,37 Prozent.

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