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    Bayern erklären Meisterrennen für beendet

    Bei nun 13 Punkten Vorsprung von Bayern München auf die Konkurrenz sollte die Meisterschaft endgültig entschieden sein. Daran zweifelt auch in München niemand mehr.

    Torschütze
    Münchens Spieler feiern Torschütze Thomas Müller.
    Foto: Federico Gambarini - dpa

    Mönchengladbach (dpa) - Das Fernglas für den Blick auf die Konkurrenz hat man bei Bayern München zur Seite gelegt, den fünften Meistertitel in Folge hat der Rekordmeister längst für sich verbucht.

    Dass der Vorsprung sich durch den 1:0 (0:0)-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach auf 13 Punkte vergrößerte, war für die Bayern denn auch fast schon Nebensache. Sie spielen in ihrer eigenen Liga - und sich dort nur noch in Form für die Champions League und den Viertelfinal-Kracher gegen Real Madrid.

    „Es war vor allem ein wichtiger Sieg, weil wir im Flow bleiben wollen. Wir sind süchtig und gierig nach Siegen“, sagte Thomas Müller, der mit dem Siegtreffer (63.) beim 250. Bundesliga-Einsatz seine 848 Minuten dauernde Torflaute beendete. Künstliche Spannung im Meisterrennen wollte der Nationalspieler denn auch gar nicht erst heucheln. „Statistisch hat so einen Vorsprung noch nie einer verspielt“, sagte er: „Und wir rechnen auch nicht damit, dass wir uns das noch nehmen lassen.“

    Auch für den diesmal tor- und glücklosen Robert Lewandowski geht es im Liga-Alltag eigentlich nur noch darum, die Spannung zu halten. „Es sind noch neun Spiele, da sind 13 Punkte schon ein großer Vorsprung“, meinte der Pole: „Aber wichtiger ist, dass wir in der Bundesliga das Ziel haben, jedes Spiel zu gewinnen. Denn wenn wir in der Bundesliga bei 100 Prozent sind, sind wir auch in der Champions League und im Pokal in Top-Form.“

    Jetzt kommt erst einmal die Länderspiel-Pause. Die heiße Phase danach wird für den FC Bayern nur noch in der europäischen Königsklasse und im DFB-Pokal heiß, wo am 26. April Dauer-Rivale Borussia Dortmund zum Halbfinale nach München kommt. Den fünften Titel in Serie rein rechnerisch fix machen könnte das Team von Trainer Carlo Ancelotti übrigens im frühesten Fall auch in einem Heimspiel gegen den BVB: In der Begegnung des 28. Spieltags am 8. April. 

    Für Unmut sorgte am Sonntag allenfalls Arjen Robben, der nach seiner Auswechslung in der 85. Minute wutenbrannt die Hand Ancelottis wegschlug. Grund dafür war aber nicht die Herausnahme selbst, sondern eine Szene sieben Minuten zuvor, in der Lewandowski ihm nicht den Ball abspielte. Während Robben nach dem Spiel lieber schwieg, erklärte Lewandowski den Zwist für beendet. „Ich hätte ihm abspielen können, aber ich habe mich entschieden, zu schießen. Im Spiel muss man sich sehr schnell entscheiden“, erläuterte er: „Arjen war einen Moment ein bisschen enttäuscht, aber wir haben kein Problem miteinander.“

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