Batterie und Brennstoffzelle statt Oberleitung – Mercedes-Lkw

Mercedes setzt bei der Elektrifizierung seiner Lkw zunächst auf Batterien. Später soll eine andere Technik hinzustoßen.

Mercedes startet die Serienfertigung des elektrischen Actros
Mercedes startet die Serienfertigung des elektrischen Actros

SP-X/Stuttgart. Mercedes will noch in diesem Jahr die Serienproduktion seines schweren Elektro-Lkws eActros starten. Zuvor hat der 25-Tonnen nach Unternehmensangaben einen zweijährigen Praxistest mit 50.000 Kilometern Fahrleistung erfolgreich absolviert. 2024 soll ein zweite elektrisches Actros-Modell folgen, das für den Fernverkehr ausgelegt ist und mehr als die bisherigen 200 Kilometer Reichweite pro Akkufüllung bietet.

Auf sehr langen Strecken setzt Mercedes auf Fernverkehrs-Lkw mit Wasserstoff-Brennstoffzelle, die in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts auf die Straße rollen sollen. Dem alternativen Konzept von Oberleitungs-Lkw erteilt die Daimler-Tochter wegen mangelnder Flexibilität eine Absage. O-Lkw können sich nur entlang elektrifizierter Autobahnabschnitte emissionsfrei bewegen und sind abseits davon auf ihren Diesel-Motor angewiesen. Andere Hersteller verfolgen das Konzept vor allem, weil O-Lkw relativ günstig wären und auf den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur verzichtet werden könnte. Je nach Rechenmodell kommt diese teurer als der Bau von Oberleitungen.

Holger Holzer/SP-X