Archivierter Artikel vom 23.04.2014, 13:15 Uhr
Mainz

«Barbarenschatz»: Landesmuseum zeigt Stücke in Mainz

Der «Barbarenschatz» kommt ins Museum: Ein Anfang des Jahres in der Südpfalz illegal ausgegrabener Gold- und Silberschatz ist ab 27. April im Mainzer Landesmuseum zu sehen. Fast alle gefundenen Stücke würden in der Ausstellung präsentiert, sagte Landesarchäologe Axel von Berg am Mittwoch.

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Der aus mehr als 100 Teilen bestehende „Barbarenschatz“ hatte weit über Fachkreise hinaus für Aufsehen gesorgt.

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Der Archäologe Ulrich Himmelmann hält den Fund aus wissenschaftlicher Sicht für unbezahlbar. Die Staatsanwaltschaft hat den materiellen Wert mit 425.000 bis 575.000 Euro angegeben.

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Im Februar 2014 hatte ein Hobby-Archäologe im Wald bei Rülzheim (Kreis Germersheim) unter anderem Silbergeschirr, Gewandverzierungen und kleine Statuen aus der spätrömischen Kaiserzeit ausgegraben.

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Zum „Barbarenschatz“ gehören ein großer Silberteller, eine Silberschale und goldene Gewandapplikationen. Außerdem Reste eines versilberten und vergoldeten Klappstuhls. Dieser hat es den Archäologen besonders angetan, weil er extrem selten ist.

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Im Februar hatte ein Hobby-Archäologe im Wald bei Rülzheim (Kreis Germersheim) unter anderem Silbergeschirr, Gewandverzierungen und kleine Statuen aus der spätrömischen Kaiserzeit ausgegraben. Den Wert der Stücke schätzten Experten auf mehr als eine Million Euro.

Die rund 50 Einzelteile des Fundes werden nach Angaben des Museums in Mainz in drei Vitrinen gezeigt. Einzig Reste eines vergoldeten und versilberten Klappstuhls müssten noch restauriert werden. Bisher sei der Fund in der Außenstelle Speyer der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz verwahrt worden, teilte von Berg mit. Gegen den sogenannten Raubgräber ermittele die Staatsanwaltschaft. Er zerstörte den Fundort bei seinen unsachgemäßen Grabungen.

Landesmuseum Mainz