Archivierter Artikel vom 05.06.2011, 18:12 Uhr

Bamberg wahrt Heimnimbus – Auftaktsieg gegen ALBA

Bamberg (dpa). Vorteil Titelverteidiger: Mit einem Auftaktsieg in der Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft haben die Brose Baskets Bamberg den ersten Schritt zum erneuten Double-Gewinn gemacht.

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Ballgefühl
Der Bamberger Predrag Suput (M) setzt sich mit einem Hakenwurf gegen zwei Berliner durch.
Foto: DPA

Die Oberfranken unter Trainer Chris Fleming besiegten vor heimischer Kulisse ALBA Berlin am Ende deutlich mit 90:76 (42:38) und brauchen nun noch zwei Siege für den vierten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte. Berlin kann aber am Mittwoch bei der zweiten Endspiel-Partie in der Hauptstadt ausgleichen.

«Im Finale kann man nicht erwarten, dass eine Mannschaft klar dominiert», sagte Bambergs Meistercoach Fleming nach der lange engen Partie sichtlich erleichtert. «Wir hatten einen wichtigen Lauf Ende des dritten Viertels und Anfang des vierten Viertels. Da haben wir das Spiel für uns entschieden.» Berlins Center Yassin Idbihi klagte: «Wir haben nur drei Viertel okay gespielt. Wir müssen diese kleinen Fehler abstellen, wenn wir deutscher Meister werden wollen.»

Die daheim in dieser Bundesliga-Saison noch ungeschlagenen Bamberger starteten vor 6800 Zuschauern stark in das erste Kräftemessen der Finalserie. Angefeuert von ihren Anhängern legten die Hausherren mächtig los und erspielten sich schnell einen Vorsprung von acht Punkten. Doch Berlin, das dank drei Halbfinal-Auswärtssiegen gegen die Skyliners Frankfurt in die Endspiele eingezogen war, blieb ruhig und kämpfte sich bis zum Ende des ersten Viertels bis auf einen Punkt heran.

Auch fortan blieb die Partie eng: Bamberg lag zwar meist in Führung, die Hauptstädter hielten jedoch hartnäckig Kontakt zu den Oberfranken. Im dritten Viertel gingen die Gäste sogar kurzzeitig in Front, doch Bamberg hatte erneut das bessere Ende für sich. Mit sieben Punkten Vorsprung konnte der Titelverteidiger, bei denen Kyle Hines mit 15 Punkten erfolgreichster Werfer war, den alles entscheidenden letzten Abschnitt angehen.

Dieser Vorteil war in der engen Partie dann entscheidend. Zwar bemühte sich die Gäste-Mannschaft von Trainer Muli Katzurin, bei der Derrick Allen 13 Punkte machte, im Schlussviertel noch einmal, doch der sonstige Leistungsträger Julius Jenkins markierte nur drei Punkte, Immanuel McElroy ging sogar ganz leer aus. So baute der Meister seinen Vorsprung nun Zähler um Zähler aus. Am Ende konnten die Bamberger Fans schon Minuten vor dem Schlusspfiff ausgelassen den ersten Streich in der Finalserie feiern.