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Indian Wells

Baghdatis besiegt Federer – Greul kampflos draußen

Marcos Baghdatis fiel nach seiner historischen Heldentat auf die Knie und küsste den Boden, Roger Federer starrte fassungslos vor sich hin. Für den Weltranglisten- Ersten aus der Schweiz war bereits die dritte Runde des ATP-Masters-Turniers im kalifornischen Indian Wells Endstation.

Überraschungssieger
Marcos Baghdatis freut sich über seinen Sieg im Match gegen Roger Federer.

Der Tennis-Primus musste sich nach spannenden 2:23 Stunden dem grandios kämpfenden Zyprer mit 7:5, 5:7, 6:7 (4:7) geschlagen geben. Auch Simon Greul schied als letzter deutscher Profi bei der mit 4,5 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung aus. Der 28-Jährige aus Reutlingen musste sein geplantes Drittrunden-Duell gegen den Österreicher Jürgen Melzer wegen einer Krankheit absagen.

«Das war der beste Sieg meiner Karriere. Ich habe so viele Partien gegen Topleute verloren und es ist eine Befreiung für mich, ein Match wie dieses zu gewinnen», jubelte Baghdatis, der im siebten Anlauf endlich gegen Federer gewinnen konnte, «sieben ist meine Glückzahl.» Federer hingegen versuchte, seine zweite Saisonniederlage nüchtern zu analysieren. «Das war eine anständige Partie, vielleicht mit falschen Entscheidungen zur falschen Zeit. Manchmal wollte ich vielleicht zu viel, manchmal war ich zu passiv», meinte der 28-Jährige, dem insgesamt 46 Fehler unterliefen.

Dennoch hatte er gleich mehrmals die Chance zum Einzug ins Achtelfinale. Im dritten Satz führte Federer mit 4:1 und hatte beim Stand von 6:5 drei Matchbälle. Im abschließenden Tie-Break ermöglichte er Baghdatis mit einem Vorhandvolley ins Netz den Matchball und beendete die Begegnung mit einem Rückhand-Return, der weit ins Aus ging. «Ich denke, im Verlauf des Turniers hätte ich meinen Rhythmus gefunden, aber darüber brauche ich mir jetzt keine Gedanken mehr zu machen. Jetzt werde ich mich erstmal ausruhen, denn ich fühle das erste Match noch in meinem Körper», sagte Federer.

Seit seinem Triumph im Januar bei den Australien Open hatte er kein Turnier mehr gespielt und sich kürzlich noch mit einer Lungenentzündung herumgeplagt. «Es ist immer schwer, nach einer Pause zurückzukommen und plötzlich Matches zu spielen. Aber die Saison ist noch lang, es gibt keinen Grund zur Panik», betonte Federer, der erstmals seit der Final-Niederlage 2006 in Rom gegen Rafael Nadal trotz Matchballs unterlag. Während er sich jetzt ungewohnt und ungewollt lange auf das nächste Masters-Turnier in der kommenden Woche in Miami vorbereiten kann, spielt Baghdatis im Achtelfinale gegen Tommy Robredo aus Spanien. «Erstmals will ich jedoch versuchen, den Moment zu genießen», so der 24-Jährige.

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