Archivierter Artikel vom 12.08.2010, 12:20 Uhr

Autoritative Erziehung schützt Jugendliche vor Rauschtrinken

Bonn (dpa/tmn). Eine strenge, kontrollierende Erziehung kann Jugendliche vor übermäßigem Trinken schützen. Das zeigt eine US-Studie, die untersuchte, welcher Erziehungsstil dem sogenannten Binge-Drinking (Rauschtrinken) vorbeugen kann.

Zugleich sollten Eltern neben klaren Regeln aber auch Fürsorge und Geborgenheit nicht vergessen. Bei der Untersuchung wurden knapp 5000 Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren zu Alkoholkonsum, Erziehungsstil und dem Alkoholkonsum ihrer Freunde befragt. Als Binge-Drinking wird der Konsum von fünf oder mehr alkoholischen Getränken an einem Abend klassifiziert.

Es zeigte sich, dass eine «autoritative» Erziehung (viel Fürsorge, viel Kontrolle) die Wahrscheinlichkeit des exzessiven Trinkens bei Kindern verringert. Dies trifft sogar dann zu, wenn die Befragten Freunde haben, die Alkohol trinken. Eltern sollten in Bezug auf Alkohol also klare Regeln aufstellen und bei Verstößen konsequent handeln. Auf der anderen Seite sei es wichtig, die Kinder mit Verständnis und Anerkennung zu behandeln und ihr Selbstbewusstsein zu stärken, rät der Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung des Bundesverbands der Deutschen Spirituosen-Industrie in Bonn.

Informationen des Arbeitskreises Alkohol