Archivierter Artikel vom 03.02.2010, 15:04 Uhr
São Paulo

Autor Coelho gegen Blair als Olympia-Berater

Brasiliens Bestsellerautor Paulo Coelho hat sich vehement gegen Tony Blair als Berater für Olympia 2016 in Rio de Janeiro ausgesprochen. Der Schriftsteller bezeichnete den früheren britischen Premierminister in seinem Online-Blog als «Kriegsverbrecher».

Blair sei für den Irak-Krieg eingetreten. Coelho bat den Gouverneur von Rio de Janeiro, Sergio Cabral, Blair nicht als offiziellen Berater für ersten Olympischen Spiele in Südamerika zu verpflichten. Coelho, der in Rio geboren wurde und im berühmten Strandviertel Copacabana wohnt, war einer der größten Unterstützer für die Olympia-Bewerbung von Rio de Janeiro. Zuvor hatte er sich auch schon für die erfolgreiche Bewerbung Brasiliens für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 eingesetzt.

Cabral erwiderte auf die Kritik, Coelho sei ein hervorragender Autor. Aber Rio de Janeiro wolle die organisatorischen Fähigkeiten eines Politikers nutzen, der geholfen habe, die Olympischen Spiele 2012 nach London zu holen.

Blairs Sprecher, Matthew Doyle, ging nicht auf die Kritik von Coelho ein. Er sagte, dass sich Blair mit zahlreichen brasilianischen Repräsentanten getroffen habe. Das Engagement als offizieller Olympia-Berater für 2016 sei aber noch nicht besiegelt.