Archivierter Artikel vom 01.09.2010, 10:22 Uhr
Fürth

Auf waches Kind in der Nacht nicht eingehen

Kleine Kinder wachen häufig mitten in der Nacht auf und denken, es sei Zeit zum Aufstehen. Der Grund dafür ist aber nicht Hunger, sondern der «irrtümliche» Wechsel des Kindes vom Schlafen in Aktivität. Eltern gehen darauf besser nicht ein.

«Sie sollten nur wenig oder kein Licht machen, dem Kind erklären, dass es noch Nacht ist und dass nicht gespielt oder gegessen wird», rät Hermann Scheuerer-Englisch von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth. Damit bringe man das Kind meist dazu, sich wieder hinzulegen.

Häufig hilft es dem Kind, wenn es ins Bett der Eltern schlüpfen darf. Aber auch dann sollten die Eltern nicht stark auf das Kind eingehen, sondern einfach weiterschlafen. Anders verhält es sich, wenn ein aktives Kind eigentlich gut durchschläft, aber um 5.00 Uhr ausgeschlafen und voller Tatendrang ist. Hier können Eltern das Aufstehen noch ein wenig hinauszögern. Meist ist dann aber tatsächlich die Nacht vorbei und das Kind nicht mehr zum Schlafen zu bewegen.