Archivierter Artikel vom 09.12.2011, 17:25 Uhr
Straßburg

Auf neuer TGV-Strecke schneller zur Côte d'Azur

Für Bahnreisende aus Deutschland und Frankreich rückt ab Sonntag die französischen Mittelmeerküste näher an die Heimat heran: Eine neue TGV-Strecke geht in Betrieb.

Pünktlich zum Fahrplanwechsel am Sonntag (11. Dezember) wird zwischen Petit-Croix bei Belfort und Dijon eine 140-Kilometer lange Schnell-Schienenlücke in Betrieb genommen. Auf dieser Rhein-Rhône-Strecke verkürzen Hochgeschwindigkeitszüge (TGVs) mit 320 Stundenkilometern die Fahrzeit zwischen Straßburg und Lyon um 75 Minuten. Eine Fahrt von Freiburg ans Mittelmeer dürfte dann etwa sechs Stunden dauern.

Im Elsass wird das Ereignis gebührend gefeiert. In Straßburg begrüßt am Sonntag Oberbürgermeister Roland Ries den ersten TGV in Richtung Lyon. Auch in Colmar und Mülhausen werden die Reisenden des ersten TGV mit Musik und Weihnachtsgebäck begrüßt. Straßburg wird dadurch langfristig zum Knotenpunkt der Schienenstrecke zwischen Hamburg und Barcelona sowie zwischen Paris und Budapest.

Auf der zweiten TGV-Strecke zwischen Straßburg und Paris haben die Arbeiten an einem vier Kilometer langen Tunnel durch die Vogesen begonnen. Der Tunnel ist das teuerste Element der zwei Milliarden Euro teuren letzten Ausbaustrecke. Sie soll 2016 in Betrieb gehen. Dann dauert die TGV-Fahrt zwischen Straßburg und Paris nur noch eine Stunde und 50 Minuten – 30 Minuten weniger als zur Zeit.