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Köln

Auf Lehrstellensuche das Nachhaken nicht vergessen

dpa/tmn

Während einer Lehrstellensuche kommt es nicht nur darauf an, fleißig Bewerbungen zu schreiben. Wichtig ist auch, anschließend am Ball zu bleiben und nachzuhaken.

«Viele Jugendliche sagen mir: 'Ich hab' schon 50 Bewerbungen geschrieben, aber es kommt einfach nichts'», schilderte der Berufsberater Roland Reisbitzen von der Agentur für Arbeit Krefeld auf der Bildungsmesse Didacta in Köln (16.bis 20. März). Bewerber dürften jedoch nicht erwarten, dass ohne weiteres Zutun plötzlich eine Zusage im Briefkasten liegt. Sie müssten vielmehr hartnäckig bleiben und regelmäßig beim Betrieb nachfragen, wie es um ihre Bewerbung steht.

Häufig trauten sich Jugendliche aber nicht, im Betrieb anzurufen und sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. «Manche fragen mich ernsthaft: 'Darf ich das denn?'», erzählte Reisbitzen. Viele machten sich dadurch falsche Hoffnungen. «Die denken dann: 'Das läuft'.» Dabei sei die Bewerbung womöglich längst im Papierkorb gelandet.

Wichtig sei, den Überblick über den Stand der Bewerbungsverfahren zu behalten. «Am besten macht man sich eine Liste und trägt darin Termine zur Wiedervorlage ein», empfahl Reisbitzen. Das erste Mal sollten Jugendliche vier Wochen nach ihrer Bewerbung nachhaken. «Da fragt man dann 'Ist die Bewerbung angekommen?' und 'Wie geht es jetzt weiter?'.»

Ist die Entscheidung noch nicht gefallen, sollten Bewerber klären, wann es voraussichtlich soweit sein wird und sich dann erneut melden. Dabei müssen sie mitunter viel Geduld haben. «Im Mittelstand kann es sein, dass die Entscheidung erst einen Tag vor Ausbildungsbeginn fällt», sagte Reisbitzen. Das Positive daran: Bewerber dürfen bis zum Schluss hoffen und müssen eine Lehrstelle nicht gleich abschreiben, wenn sie länger keine Zusage bekommen.

Auf mündliche Zusagen verlassen sie sich aber besser nicht, warnte Reisbitzen. «Sonst kann es passieren, dass einen Tag vor Ausbildungsbeginn plötzlich doch noch eine Absage kommt.» Nachhaken sei daher auch wichtig, um eine Zusage schwarz auf weiß mit einem Vertrag zu erhalten.

Wer am Telefon unsicher ist, was er sagen soll, übt solche Gespräche am besten vorher. «Das kann man zum Beispiel mit Freunden oder den Eltern durchspielen», empfahl Reisbitzen. Es helfe auch, sich vor dem Telefonat einige Stichwörter für den Gesprächseinstieg aufzuschreiben. «Aber besser keine ganzen Sätze, sonst kommt man nur noch mehr durcheinander, wenn der andere etwas Unerwartetes fragt.»

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