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Werne

Atemaussetzer können Gehirn schädigen

dpa/tmn

Atemaussetzer beim Schlafen können das Gehirn dauerhaft schädigen. Unbehandelt kann die sogenannte Schlafapnoe zum Verlust von Hirnsubstanz führen, warnen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne.

Das könne zu Gedächtnisstörungen und eingeschränkten Leistungen des Gehirns, aber auch zu Störungen der Atemkontrolle führen. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, die die Fachzeitschrift «Sleep» veröffentlicht hat.

Da die Atemwege von Menschen mit Schlafapnoe-Syndrom chronisch verengt sind, ist die Atmung nachts nicht nur sehr erschwert, sondern setzt auch mehrfach und längerfristig aus. Laut Definition passiert das mindestens fünfmal innerhalb einer Stunde für mehr als zehn Sekunden. Dabei wechseln sich heftiges Luftschnappen oder lautes Schnarchen mit stillen Atempausen ab. So wird der Schlaf der Betroffenen oft unterbrochen, ist stark gestört und damit auch nicht mehr hinreichend erholsam.

Um eine nachhaltige Schädigung des Gehirns, aber auch schwere Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu verhindern, müsse eine spezielle Atemtherapie eingeleitet werden, so die Fachärzte. Unter dem Schlafapnoe-Syndrom leiden etwa zwei bis drei Prozent der erwachsenen Deutschen.

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