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    Aschewolke mit Folgen für Sport: Zug statt Flug

    Hamburg (dpa). Die Turn-EM verschoben, Spieler sitzen auf Flughäfen fest, und für viele Fußball-Bundesligisten heißt es «Zug statt Flug»: Der Ausbruch des isländischen Gletscher-Vulkans hat auch für den Sport gravierende Folgen.

    Gestrichen
    Die Aschewolke eines Vulkanausbruchs auf Island führte vielerorts zur Einstellung des Flugverkehrs.

    Weil in weiten Teilen Deutschlands und Europas wegen der Aschewolke der Luftraum gesperrt wurde, lösten sich die Reisepläne vieler Sportler, Schiedsrichter und Fans in Rauch auf. Eine Besserung der Situation ist noch nicht in Sicht. Wann der Luftraum wieder freigegeben wird und Normalität wieder eintritt, ist noch völlig offen.

    Der Europäische Turn-Verband UEG verschob den Beginn der EM in Birmingham um einen Tag nach hinten. Die Herren um Mehrkampf- Europameister Fabian Hambüchen gehen erstmals am 23. April an die Geräte. Die deutsche Riege wird sich am 18. April per Bus auf die Reise begeben. «Wir werden bei den Europameisterschaften in Birmingham auf jeden Fall starten. Und wenn wir nach England rüberschwimmen müssen», sagte Turn-Cheftrainer Andreas Hirsch.

    Bahn und Bus statt Flugzeug hieß es auch für einige Fußball-Bundesligisten. So wechselten die Spieler von Hertha BSC zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am 18. April ebenso das Verkehrsmittel wie der FSV Mainz 05. Wegen der Sperrung des Frankfurter Flughafens konnten die Mainzer nicht wie geplant zum Spiel am 17. April beim Hamburger SV reisen und tauschten ihre Flug- in Bahn-Tickets ein.

    Ein Herz für «Vulkan-Opfer» zeigte der 1. FC Köln. Die am Kölner Flughafen festsitzenden Reisenden wurden mit einem Ticket für das Spiel des Bundesligisten gegen den VfL Bochum getröstet. Gegen die Vorlage eines für den 16. April gültigen Flugscheins für den Köln/Bonn Airport wurde den Fluggäste eine Freikarte für die Partie im RheinEnergieStadion versprochen.

    Im fernen Shanghai warteten Sebastian Vettel und sein Red-Bull-Team auf Ersatzteile. Aus Milton Keynes sollten Komponenten zum Formel-1-Rennen nach China gebracht werden. Da der englische Luftraum geschlossen war, wurde der Mitarbeiter mit den Teilen per Zug nach Paris geschickt. Dort erreichte er einen der letzten Flieger, der vor der Sperrung des Luftraums noch gen China abhob. Teamchef Christian Horner versicherte der dpa, dass die Teile allerdings «keinen Einfluss auf unsere Vorstellung an diesem Wochenende haben».

    Tischtennis-Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov, Herren-Bundestrainer Richard Prause und Physiotherapeutin Birgit Schmidt sitzt indes in China fest. Ihr Heimflug nach Frankfurt wurde gestrichen. Als Alternative bekamen die Deutschen von der chinesischen Fluglinie das Angebot, am 5. Mai zurückfliegen zu können. «Wir werden das hier mit Ruhe und Würde ertragen - allerdings nicht bis Anfang Mai», sagte Prause.

    Einige Handball-Bundesligisten bangen um ihre Profis, die von Island vorerst nicht wegkommen. Betroffen sind die französischen Brüder Bertrand und Guillaume Gille vom HSV Hamburg, die zum Länderspiel auf Island sind. Im Team der Olympiasieger stehen auch die Kieler Daniel Narcisse und Thierry Omeyer. Außerdem hat der THW seinen Isländer Aron Palmarsson abgestellt. «Andere Nationalspieler können notfalls mit dem Auto zurückkommen. Island ist da schon eine ganz besondere Situation», sagte THW Kiels Manager Uli Derad.

    Betroffen sind auch die Halbfinalspiele im Handball-Europacup der Frauen. Die Europäische Föderation (EHF) musste Schiedsrichter und Delegierte neu ansetzen, da die Unparteiischen nicht zu ihren Einsatzorten fliegen konnten. Das Halbfinal-Rückspiel des Buxtehuder SV im Challenge Cup fiel der Aschewolke zum Opfer. Gegner HC Metalurg Skopje aus Mazedonien konnte nicht pünktlich zum ursprünglichen Spieltermin am 17. April anreisen.

    Alba Berlin muss bei der Eurocup-Endrunde im spanischen Vitoria voraussichtlich ohne Fans auskommen. Hunderte Anhänger des deutschen Basketball-Meisters saßen auf dem Flughafen Tegel fest. Nach Angaben von Alba wollten rund 400 Anhänger ihren Verein zum Saison-Höhepunkt begleiten. Alba trifft im Halbfinale auf Bizkaia Bilbao. Das Team war schon am 15. April geflogen.

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