Archivierter Artikel vom 11.08.2010, 16:18 Uhr

Arzneisäfte mit Dosierhilfe abmessen

Berlin (dpa/tmn). Arzneisäfte sollten grundsätzlich nicht mit einem Tee- oder Esslöffel abgemessen werden. Denn je nach Besteckfabrikat sind die Löffel unterschiedlich groß.

Dadurch könne es passieren, dass der Saft unabsichtlich falsch dosiert wird, warnt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. Besonders schwierig werde es, wenn das Arzneimittel für ein Kind abgemessen werden soll – Kinder bräuchten oft nur sehr kleine Mengen. Besser sei daher, immer eine Dosierhilfe zu verwenden.

Sinnvoll ist auch, sich das richtige Abmessen vom Apotheker zeigen zu lassen. Denn eine US-Studie ergab, dass Eltern auch mit Dosierbechern oft ungenau abmessen. Am besten schnitten demnach Tropfer und Spritzen ohne Adapter ab. Dass die Dosis eines Arzneisaftes in Haushaltslöffeln angegeben wird, dient laut der ABDA lediglich dazu, das Volumen zu veranschaulichen: So bedeute «ein Teelöffel» 5 Milliliter, «ein Esslöffel» 15 Milliliter.