Archivierter Artikel vom 18.11.2013, 15:15 Uhr

«ARD-GlücksTrend»: Mehrheit der Bevölkerung sehr zufrieden

Köln (dpa). Eine Umfrage für die ARD zeigt: Die Deutschen sind überwiegend zufrieden mit ihrem Leben. Besonders viele glückliche Menschen leben im Süden und in NRW. Alter, Bildung und Portemonnaie beeinflussen die Zufriedenheitswerte.

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Glücksstudie lässt Deutschland gut dastehen
«Ja!» war die Antwort der Mehrheit bei einer Glücks-Studie im Auftrag der ARD. 60 Prozent der Deutschen sind demnach sehr zufrieden, nur fünf Prozent gar nicht.
Foto: Martin Gerten – DPA

Eine Mehrheit von fast 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ist sehr zufrieden mit dem Leben, nur knapp fünf Prozent sind einer Umfrage zufolge unglücklich. Die höchsten Glückswerte erzielen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen, die niedrigsten Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten repräsentativen «ARD-GlücksTrend» hervor, für den Infratest dimap fast 50 400 Menschen im Auftrag des WDR befragt hatte. Demnach sind unter 30-Jährige etwas glücklicher als der Durchschnitt, die Gruppe der älteren Menschen liegt dagegen etwas unter dem Mittelwert. Frauen sind ein klein wenig zufriedener als Männer.

Das Meinungsforschungsinstitut hatte Bürger ab 14 Jahren über ein halbes Jahr hinweg bis Oktober gefragt: «Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit ihrem Leben?» Ergebnis: Die Zufriedenheit – auf einer Skala von 0 bis 10 – liegt bundesweit im Durchschnitt bei 7,5 Punkten. Das ergibt ein «überwiegend zufrieden». Genau 59,1 Prozent schätzten sich mit 8 bis 10 Punkten aber als sehr zufrieden ein.

Die laut WDR größte repräsentative bundesweite Umfrage zur Lebenszufriedenheit war für die aktuelle ARD-Themenwoche «Zum Glück» beauftragt worden. Sie zeigt auch: höheres Bildungsniveau, Beruf und Einkommen beeinflussen die Zufriedenheitswerte positiv.

Aufgeteilt nach Alter, Geschlecht und Bildungsstand ergibt die Umfrage: Junge Leute bis 30 Jahre sind mit einem Mittelwert von 7,9 glücklicher als Bürger ab 60 Jahren – mit 7,3. Und die Lebenszufriedenheit der Frauen (7,5) fällt minimal höher aus als die der Männer (7,4). Menschen mit Abitur kommen auf einen Glücks-Durchschnitt von 7,7, Hauptschulabsolventen dagegen nur auf 7,2 Prozent.

Macht Geld glücklich? Haushalte mit einem Nettoeinkommen ab 3000 Euro stufen sich mit 7,9 im Schnitt als sehr zufrieden ein. Bei einem Einkommen bis 1500 Euro liegt die Zufriedenheit mit 6,8 klar darunter. Berufstätige sind glücklicher als Nicht-Berufstätige.

Unterteilt auf 96 Regionen bilanziert die Befragung: Am meisten glückliche Menschen sind in den sechs bayerischen Regionen Donau-Iller, Donau-Wald, Ingolstadt, Landshut, Oberland und Südostoberbayern anzutreffen. Gefolgt von Osthessen, Hamburg-Umland-Süd, Südheide und Ostwürttemberg. Schlusslichter in der Glücksskala sind dagegen Lausitz-Spreewald, Oderland-Spree und Uckermark-Barnim.

Erst vor zwei Wochen hatte der «Glücksatlas 2013» – von der Deutschen Post bei Allensbach beauftragt – zwar ebenfalls ein insgesamt hohes Glücksniveau in der Bevölkerung ermittelt, aber: Das Glück wohnt laut Allensbach vor allem im Norden – mit den höchsten Zufriedenheitswerten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen.