Archivierter Artikel vom 17.08.2012, 12:15 Uhr
Oestrich-Winkel

Arbeit an havariertem Gastank in Oestrich beginnt

Fünf Tage nach dem Chemieunfall in Oestrich-Winkel haben die Arbeiten zum Abbau des havarierten Tanks mit giftigem Gas begonnen. In einem ersten Schritt werde ein benachbarter, unbeschädigter Tank mit der Substanz TDI geleert.

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26 Verletzte zählt die Liste bereits nach einem Unfall mit Giftgas am Montag in Oestrich-Winkel.

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Bei der Firma Koepp kam es in der Nacht zu Dienstag erneut zu einer Verpuffung.

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Der Chemikalientank steht unter Druck und muss gekühlt werden.

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Feuerwehrleute sind auf dem Werksgelände der Schaumstoff- Fabrik im Rheingau-Taunus-Kreis im Einsatz.

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Ein Unfall in dem Schaumstoffwerk bedeutete einen Großeinsatz für die Einsatzkräfte.

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Nur in Spezialanzügen...

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... und mit Atemschutzgerät: Neun Feuerwehrleute waren in einem frühen Stadium des Einsatzes verletzt worden. Sie hatten das Gas eingeatmet.

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Gegen Montagabend wuchs die Befürchtung, ein beschädigter Tanks könne platzen und die blausäurehaltige Substanz entweichen. Die Feuerwehr postierte auch Wasserwerfer, um im Notfall die giftige Gaswolke gleich abzubinden. Rund um das Unfallgelände wurden Luft-Messstellen errichtet.

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Es war nicht gelungen, einen Tank herunterzukühlen, in dem offenbar eine unkontrollierte thermische Reaktion stattfand.

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Erst am späten Abend gelang das, wenn auch nur vorübergehend. Durch den abgesperrten Bereich waren währenddessen mehrfach Radfahrer gefahren.

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Oestrich-Winkel – Fünf Tage nach dem Chemieunfall in Oestrich-Winkel haben die Arbeiten zum Abbau des havarierten Tanks mit giftigem Gas begonnen.

In einem ersten Schritt werde ein benachbarter, unbeschädigter Tank mit der Substanz TDI geleert, teilte der Rheingau-Taunus-Kreis am Freitagmorgen mit. Die Arbeit liege in Händen der Firma Infraserv vom Chemiepark Frankfurt-Hoechst. Außerdem seien zur Sicherheit Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zusammengezogen worden. Aus dem Tank einer Schaumstofffabrik war am Montag und Dienstag mehrfach Gas ausgetreten, 26 Menschen wurden verletzt. TDI ist ein Isocyanat und chemisch mit der hochgiftigen Blausäure verwandt.