Archivierter Artikel vom 11.08.2010, 11:20 Uhr

Angehörige sollten Pflegetagebuch führen

Berlin (dpa/tmn). Müssen Senioren in eine Pflegestufe eingruppiert werden, sollten sich Angehörige auf den Gutachter vorbereiten. Am besten ist es, ein Pflegetagebuch zu führen. Darauf weist der Verein «Stiftung Pflege» hin.

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Mit diesen Aufzeichnungen kann realistisch abgebildet werden, wie viel Zeit die Pflege in Anspruch nimmt und was alles erledigt werden muss, so der Verein «Stiftung Pflege». Weiterhin gibt er folgende Tipps:

Vertrauensperson hinzuziehen: Kündigt der Gutachter seinen Besuch an, kann auch eine Person vom ambulanten Pflegedienst dazu eingeladen werden. So kann sich der Mitarbeiter auf Basis verschiedener Einschätzungen ein Bild machen.

Probleme vorab ansprechen: Oft ist es besser, dem Gutachter vorab oder im Anschluss an die Begutachtung unter vier Augen wichtige Probleme bei der Pflege zu erklären. So vermeidet man, den Pflegebedürftigen zu kränken.

Keine Scham: Auch unangenehme Themen wie Inkontinenz sollten angesprochen werden. Besteht nachts ein großer Pflegeaufwand, muss auch das klar gesagt werden. Nur so kann der Gutachter die Lage einschätzen.

Fachrichtung erfragen: Hält der Gutachter gar keine Einstufung für nötig, kann es hilfreich sein, für einen Widerspruch die Fachrichtung des Gutachters zu kennen. Denn ein Narkosearzt, der als Gutachter eingesetzt ist, ist nicht unbedingt gut über Demenz informiert.

Service: Die Broschüre «Rückkehr aus dem Krankenhaus. Eine Handreichung für die Bewältigung der häuslichen Pflegesituation» kann für sieben Euro plus Versandkosten per Mail unter kontakt@stiftung-pflege.com bestellt werden.