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Americas Cup: Technologiewettlauf der Superlative

Hamburg (dpa) ­ Nach zweieinhalbjährigem Streit vor Gericht und einem nie dagewesenen Wettrüsten soll im neuen Jahr beim America's Cup der Sport in den Vordergrund rücken.

Die 33. Auflage des Segelklassikers beginnt am 8. Februar vor Valencia – wenn Titelverteidiger Alinghi aus der Schweiz und Herausforderer BMW Oracle Racing aus den USA von weiteren Gerichtsmanövern absehen.

Mehr als 300 Millionen Euro hat das Duell der beiden Cup-Giganten schon verschlungen. Aus der hochkarätigen Segelregatta ist wieder das geworden, was der America's Cup in seiner 158-jährigen Geschichte schon so oft war: ein Technologiewettbewerb der Superlative.

Im ungleichen Duell stehen sich der Katamaran der Schweizer und der Trimaran der Amerikaner gegenüber. Alinghis Jacht ist so groß wie zwei Tennisplätze, BMW Racings Drei-Rümpfe-Bolide kommt noch bulliger daher. Jüngster Clou aus dem US-Lager ist ein rund 20 Millionen Euro teurer Kohlefaser-Flügel, der mit Hilfe der Raumfahrttechnologie entstand und die herkömmlichen weichen Segel ersetzt. Mit 60 Metern Länge ist es der größte Flügel, den Menschenhände je gebaut haben.

Die Jacht «USA» ist als teure Fracht bereits an Bord eines Containerschiffes auf dem rund 32 Tage langen Weg von ihrem Heimathafen in San Diego an die spanische Mittelmeerküste. Die «Alinghi 5» wurde in ihrem arabischen Trainingsrevier vor Ras al- Chaima verladen und benötigt für ihre Reise nach Valencia rund 19 Tage.

Nur wenige Wochen bleiben beiden Crews zur Vorbereitung auf das bisher teuerste Segel-Duell der Geschichte. Ob es tatsächlich wie in der Stiftungsurkunde vorgeschrieben in höchstens drei Begegnungen entschieden wird oder doch in eine zuschauerfreundlichere Verlängerung mit maximal fünf oder gar sieben Rennen geht, hängt vom Verhandlungsgeschick der Teams ab.

Die Mehrheit der Experten tippt auf einen Sieg der Amerikaner. Jochen Schümann, zweimaliger Cup-Sieger in Diensten Alinghis, bleibt vorsichtig: «Ich habe keine Ahnung, wer gewinnt. Meine Sympathien sind bei Alinghi. Und dann schauen wir mal, wer was kann.» Knut Frostad, Profisegler und Chef des Volvo Ocean Race, ist ebenfalls unsicher: «Für eine Weile habe ich auf Alinghi getippt. Aber BMW Oracle Racing hat mehr Mittel in die Schlacht geworfen. Das Duell ist verdammt offen.»

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