Archivierter Artikel vom 09.08.2010, 11:44 Uhr
München

Allianz unterstützt Münchner Olympia-Bewerbung

Die Münchner Olympia-Bewerbung hat nach einigen Rückschlägen neuen Rückenwind bekommen. Als siebter nationaler Sponsor wird der Allianz-Versicherungskonzern die Kandidatur der bayerischen Metropole für die Winterspiele 2018 finanziell unterstützen.

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«Mit der Allianz haben wir einen Förderer an unserer Seite, der sich der Stadt München und der Region sehr verbunden fühlt», sagte Bewerbungschef Willy Bogner. Drei Millionen Euro soll der Kontrakt bringen. Damit hätten die Münchner 22 der auf 33 Millionen Euro erhöhten Bewerbungskosten gesichert.

Bisher waren durch die sechs nationalen Förderer, unter anderem BMW und Lufthansa, und verschiedene nationale Ausstatter 22 Millionen Euro zusammengekommen. Die Winterspiele 2018 werden am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban vergeben. Neben dem südkoreanischen Pyeongchang kandidiert noch der französische Außenseiter.

«Es wäre wunderbar, wenn wir die Olympischen und Paralympischen Spiele an den Sitz unseres Unternehmens holen könnte», sagte Joseph K. Gross, Leiter Group Market Management bei der Allianz. Als einziger Förderer der Bewerbung verfügt der Versicherer als Partner des internationalen und nationalen Paralympischen Sports über Erfahrung im Behindertensport.

Präsident Thomas Bach vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geht davon aus, dass bald noch weitere Unterstützer gefunden werden. «Die Bewerbergesellschaft führt aussichtsreiche Gespräche mit einer Reihe von Unternehmen«, sagte der Vize-Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) dem «Handelsblatt». Die grundsätzliche Unterstützung der deutschen Wirtschaft sei da.

Die Bewerbergesellschaft war zuletzt in die Kritik geraten. In Garmisch-Partenkirchen weigern sich einige Landwirte, ihre Grundstücke für die temporäre olympische Nutzung abzugeben. Zudem reicht die Zahl der Sponsoren noch nicht aus, die Finanzierung der Bewerbung ohne staatliche Hilfe zu garantieren. Bis Frühherbst müssten alle strittigen Punkte gelöst sein, forderte Bach, «dabei ist es wichtig, eine positive Stimmung in der Bevölkerung zu erzeugen. Das IOC will seine Spiele nur dort haben, wie die Athleten wirklich willkommen sind».