Archivierter Artikel vom 02.02.2011, 10:22 Uhr

Akribisch gegen spontan: Streit über Wochenenden

Berlin (dpa/tmn). Das Wochenende wird bei vielen Paaren zum Streitpunkt: Ihm ist es wichtig, sich schon in der Woche Gedanken zur Gestaltung zu machen, sie lässt lieber alles auf sich zukommen und hasst Planen.

«Es ist zwar schön, wenn sich beide Partner ergänzen und bereichern. Im Alltag nervt es aber oft», sagt Wolfgang Krüger, Psychotherapeut aus Berlin. In einer solchen Konstellation wechseln sich am besten beide mit der Planung ab.

An einem Wochenende bestimmt er, an dem anderen sie. Er wälzt vorher Kursbücher und ruft Hotels an, sie muss sich daran gewöhnen, dass alles nach Plan verläuft. Sie darf an ihrem Wochenende spontan entscheiden, was gemacht wird. Morgens weiß man nicht, wo man abends schläft. Er muss lernen, locker zu bleiben, und darauf vertrauen, dass alles gut endet. So lernt jeder vom anderen, wenn beide darauf verzichten, den Partner ändern zu wollen.