Archivierter Artikel vom 11.05.2011, 18:06 Uhr
Kairo

Afrikas Verband bestätigt Sponsorgelder aus Katar

Als Sponsor der Generalversammlung des afrikanischen Fußball-Verbandes (CAF) soll Katars WM-Bewerbungskomitee 2022 nach CAF-Angaben eine Zahlung in Höhe von 1,8 Millionen Dollar geleistet haben.

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Dieser Sponsor-Deal sei von der CAF-Exekutive am 8. Januar 2010 in Angolas Hauptstadt Luanda abgesegnet worden, teilte der Verband weiter mit. Als Gegenleistung habe Katars Bewerbungskomitee die «Exklusivrechte» erhalten, im Vorjahr vor der Generalversammlung zu sprechen und Präsentationen vor Mitgliedern zu machen.

Die Bestechungsvorwürfe gegen seinen Präsidenten Issa Hayatou wies die CAF «kategorisch» zurück. Die Anschuldigungen, er habe Geld angenommen für eine Unterstützung der erfolgreichen WM-Bewerbung Katars, bezeichnete Hayatou in einer Pressemitteilung vom Mittwoch als «reine Erfindung». Der Kameruner behalte sich rechtliche Schritte vor und warte «gespannt auf die sogenannten Beweise» der Zeitung «The Sunday Times». Zudem erklärte er seine Bereitschaft, mit sämtlichen Ermittlern zu kooperieren.

Hayatou und einem weiteren afrikanischen Funktionär des Weltverbandes FIFA wurden in einer Parlamentsanhörung am Dienstag in London vorgeworfen, je 1,5 Millionen Dollar für ihre Stimmabgabe zugunsten des Wüstenstaates erhalten zu haben. Dies sagte der britische Politiker Damian Collins, der sich dabei auf einen bislang unveröffentlichten Bericht der Zeitung «The Sunday Times» berief.

Der katarische Verband hatte die Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der WM-Vergabe ebenfalls entschieden bestritten. Die Anschuldigungen würden «unbewiesen bleiben, weil sie falsch sind», hieß es in einer in Doha verbreiteten Mitteilung am Dienstagabend. Der Verband fügte hinzu: «Wir haben nichts zu verbergen und sind daran interessiert, alle weiteren Untersuchungen zu unterstützen.»