Archivierter Artikel vom 15.11.2010, 13:06 Uhr

Adrion freut sich auf Klassiker gegen England

Düsseldorf (dpa). Mit einigen Neulingen, aber ohne die Shooting-Stars Holtby, Götze & Co. startet die deutsche U 21-Nationalmannschaft in den Klassiker gegen England.

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«Das ist ein echter Prüfstein für unsere junge Mannschaft», meinte DFB-Coach Rainer Adrion vor dem letzten Testspiel des Jahres am 16. November in Wiesbaden. Bei der Neuauflage des EM-Endspiels von 2009 werden natürlich Erinnerungen wach an den Titel-Triumph von Malmö. Mit 4:0 behielt die deutsche Mannschaft damals die Oberhand – und sicherte sich damit den ersten EM-Gewinn.

«Wir sind froh, mit diesem interessanten Vergleich den Neuaufbau fortsetzen zu können», sagte Adrion, der mit dem neuen Team noch unbesiegt ist. In den letzten beiden Qualifikationsspielen gegen Tschechien (1:1) und Nordirland (3:0) sowie dem 2:1-Erfolg im Test gegen die Ukraine sorgte die DFB-Elf für Sympathiepunkte. Allerdings muss der Coach auf seine bislang überragenden Spieler Lewis Holtby, André Schürrle und Mario Götze verzichten. Dieses Trio ist von Bundestrainer Joachim Löw zum A-Länderspiel in Schweden eingeladen worden. Zudem kann der Mönchengladbacher Patrick Herrmann wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht mitwirken.

«Wir freuen uns darüber, dass Joachim Löw diese Talente bereits jetzt mit Blick auf die Zukunft im Kreis der Nationalmannschaft sehen möchte», sagte Adrion. Damit hat der DFB-Trainer Gelegenheit, weitere neue Spieler ans Team heranzuführen. In Stephan Salger (1. FC Köln), Cenk Tosun (Eintracht Frankfurt) und Maximilian Beister (Fortuna Düsseldorf) stehen drei Jungprofis vor dem Debüt in der U 21-Auswahl. Auf Karim Bellarabi muss Adrion allerdings verzichten. Der Stürmer von Eintracht Braunschweig kann wegen eines grippalen Infektes nicht zu dem Spiel in Wiesbaden anreisen, teilte die Eintracht mit. Der DFB-Trainer hatte den 20-jährigen Bellarabi erstmals für die U 21 nominiert.

Die für die EM-Endrunde 2011 qualifizierten Engländer treten mit ihrem stärksten Team an. Coach Stewart Pearce bezeichnete die Partie im Interview mit dem Internetportal dfb.de als «blue chip match». «Wenn England auf Deutschland trifft, geht es nur vordergründig um das Ergebnis. Die Zuschauer erwarten zu Recht auch absolute Top- Leistungen von den Teams», so Pearce, der das Team schon bei der EM 2009 betreute. Bei der Endrunde in Dänemark im nächsten Jahr treffen die Briten in ihrer Gruppe auf Spanien, Tschechien und die Ukraine.