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    Düsseldorf

    Achter will Revanche gegen Briten

    Der Deutschland-Achter will mit neuer Besatzung eine alte Rechnung begleichen.

    Ruderboot
    Der Deutschland-Achter will eine alte Rechnung begleichen.
    Foto: Bernd Thissen - DPA

    Acht Monate nach der knappen Niederlage im WM-Finale von Chungju gegen Großbritannien kommt es am Wochenende bei der Ruder-EM auf dem Sava See in Belgrad zum ersten Wiedersehen mit dem größten Konkurrenten der vergangenen Jahre. Trainer Ralf Holtmeyer hofft auf einen erfolgreichen Start in die internationale Regattasaison und den Beginn einer neuen Erfolgsserie: «Das ist der erste internationale Härtetest, bei dem man sehen kann, wo man steht.»

    Nach vierjähriger Alleinherrschaft mit 36 Siegen in Serie und der Triumphfahrt von London 2012 ist dem DRV-Paradeboot im vorigen Jahr echte Konkurrenz erwachsen. Die drei Debütanten Felix Wimberger (Passau), Malte Jakschik (Castrop-Rauxel) und Maximilian Planer (Bernburg) sollen zu einer erfolgreichen Revanche gegen die Briten beitragen. «Das wird ein heikles Ding», kommentierte Olympiasieger Richard Schmidt aus Trier.

    Anders als beim Sieg über Polen vor zwei Wochen auf der Wedau-Regatta in Duisburg sitzt nicht Wimberger, sondern der Leverkusener Felix Drahotta auf der Position des Schlagmanns . «Nach Trainingsausfällen hat sich Felix nun wieder stabilisiert», begründete Holtmeyer die kurzfristige Rotation beim Titelverteidiger.

    Auch in anderen Bootsklassen taugt die EM als Gradmesser. 659 Teilnehmer aus 36 Nationen sorgten für ein Rekordmeldeergebnis. Selbst die derzeit weltbeste Rudernation aus Großbritannien ist erstmals mit einem starkem Team vertreten. Nicht zuletzt deshalb warnte Siegfried Kaidel vor zu großer Erwartungshaltung. «Das wird in diesem Jahr schwieriger», sagte der DRV-Vorsitzende in Anspielung auf die Bilanz des Vorjahres mit insgesamt neun Medaillen. Die Deutschen sind in allen 14 olympischen Bootsklassen vertreten. Die Vorläufe starten am Freitag, die Final-Rennen finden am Sonntag statt.

    Als einer der Anwärter auf Edelmetall gilt Marcel Hacker. Alle Versuche der nationalen Konkurrenten, dem 37 Jahre alten Magdeburger den Sitz im DRV-Skiff streitig zu machen, blieben auch in diesem Jahr erfolglos. Beim traditionellen Frühtest Ende April in Köln sicherte sich der Routinier seinen neunten Titel als deutscher Einer-Meister. Härtester Widersacher des Routiniers in Belgrad dürften der Olympiadritte Alan Campbell (Großbritannien) und der Norweger Olaf Tufte sein.

    DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock geht zuversichtlich in die Rennen und nimmt zwölf Wochen vor der WM in Amsterdam fünf bis sechs Medaillen ins Visier: «Wir sind gut vorbereitet. Die Athleten haben im Winter gut trainiert und physisch zulegt.»

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