Archivierter Artikel vom 15.08.2010, 15:56 Uhr
Los Angeles

Acht Tote bei Wüsten-Rallye in USA

Tödlicher Unfall bei einem Offroad-Rennen in den USA: In der Mojave-Wüste sind bei der «California 200» acht Zuschauer ums Leben gekommen und zwölf weitere verletzt worden.

Kurz nach dem Start des Rennens raste ein Teilnehmer mit seinem Offroad-Wagen über eine Rampe namens «Rockpile» und vorn dort in die Zuschauer. Dies berichtete ein Augenzeuge der amerikanischen Nachrichtenagentur AP. Eine Polizeisprecherin bestätigte die Anzahl der toten und verletzten Besucher des Rennens.

Warum der Fahrer, dessen Name nicht genannt wurde, die Kontrolle über seinen Rennwagen nahe dem Lucern Valley (rund 160 Kilometer von Los Angeles) verloren hatte, war zunächst nicht klar. Nach Polizeiangaben sollen sich die Zuschauer lediglich drei Meter von der Strecke entfernt befunden haben. Eine Absperrung soll es nicht gegeben haben. Ein Zuschauer sagte in einem Video auf der Homepage des Senders BBC, dass man dort habe stehen können, wo man wollte.

Aus der aufgebrachten und wütenden Zuschauermenge sollen auch Steine auf den Fahrer geworfen worden sein, der bei dem Unfall unverletzt blieb. Die meisten der verletzten Zuschauer wurden ins Loma Linda University Medical Center oder St. Marys Medical Center gebracht. Sieben Rettungswagen und zehn Notfall-Flugzeuge waren im Einsatz.

Das Rennen «California 200» über 200 Meilen (320 Kilometer) wird jährlich in einem trockenen Flussbett ausgetragen. Es findet abends mit entsprechender Beleuchtung statt.