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    Abschiedstour: Angerer und Teichmann wollen es wissen

    Krasnaja Poljana (dpa) – Von routinierter Gelassenheit vor dem ersten Start ist bei Tobias Angerer und Axel Teichmann nichts zu spüren. Wie alle anderen hat auch die beiden Oldies im deutschen Langlauf-Team ein gewisses Vorstartfieber gepackt.

    Abschied
    Tobias Angerer (r) hat seinen ganzen Fokus auf den Skiathlon gelegt.
    Foto: Kay Nietfeld – DPA

    Der Skiathlon über zweimal 15 Kilometer in den beiden Lauftechniken am Sonntag ist der erste Wettkampf der olympischen Abschiedstour. Wie viele Rennen dann noch folgen, ist noch nicht ganz klar. Schon deshalb ist jeder Wettkampf in den Bergen von Krasnaja Poljana ein besonderer.

    Vor allem für Angerer, der seinen ganzen Fokus auf den Skiathlon gelegt hat. «Das ist mein wichtigstes Rennen. Massenstart und beide Lauftechniken – das liegt mir am meisten», betonte der Vachendorfer. Vor vier Jahren in Vancouver war er Zweiter geworden. «Eine schöne Erinnerung», meint er im Rückblick. Seit Mai bereitete er sich auf dieses Rennen vor, imitierte immer wieder den langen, wohl entscheidenden Schlussanstieg. Selbst im letzten Trainingslager in Ridnaun wurde extra noch ein Hang planiert, um diese Passage nachzustellen.

    Axel Teichmann schaut ein wenig skeptisch dem Rennen entgegen. Genau zur Wettkampfzeit scheint die Sonne auf diesen Berg und dürfte die Schneebeschaffenheit verändern. Für einen schweren Athleten wie den Bad Lobensteiner Gift. «Es kommt viel darauf an, wie die Techniker das in den Griff bekommen», sagte Teichmann. Bundestrainer Frank Ullrich sieht da den Schlüssel zum Erfolg. «Sie müssen sich etwas einfallen lassen. Möglicherweise muss man in Kauf nehmen, dass die Ski dort eben etwas glatt sind.»

    Der Coach nimmt seine Routiniers schon mal in Schutz, falls nicht die erhofften Resultate kommen sollten. «Die Konkurrenz ist groß. Man sollte auch zufrieden sein, wenn es Plätze um zehn oder 15 werden. Hauptsache, sie schöpfen ihr Leistungsvermögen aus. Langlauf ist so komplex, da muss für den Erfolg alles zusammenpassen: Tagesform, Ski, Taktik», erklärte Ullrich.

    Angerer und Teichmann haben beim Skiathlon auch noch einen Sonderauftrag: Mit ihnen gehen Hannes Dotzler und Thomas Bing an den Start. Für die beiden Läufer aus Sonthofen und Dermbach ist es das Olympia-Debüt. «Tobi und Axel können ihnen mit ihrer Erfahrung sicher helfen. Zwar muss jeder sein eigenes Rennen laufen, aber in der einen oder anderen Situation ist es für die Jungen sicherlich ganz hilfreich, das Skiende der Kollegen im Blick zu haben», sagte Ullrich.

    Und vielleicht kann sich Angerer dann auch revanchieren. Beim entscheidenden Qualifikationsrennen in Szklarska Poreba waren Bing und Dotzler immer als «Bodyguards» an seiner Seite, verschärften das Tempo, wenn es drauf ankam und waren im Ziel schließlich die ersten Gratulanten.

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