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Whistler

Abschied mit Bronze: Leitner/Resch jubeln

Wie von der Tarantel gestochen rannten Patric Leitner und Alexander Resch zu ihren Fans und feierten ausgelassen ihr mit Bronze veredeltes Karriere-Ende. Acht Jahre nach ihrem Gold-Coup von Salt Lake City hatten die Rodel-Routiniers auch in Vancouver eine Olympia-Medaille erobert.

Stark
Patric Leitner (r) und Alexander Resch jubeln nach ihrem Bronze-Lauf.

Dank eines fulminanten zweiten Laufs raste der «Bayern-Express» in Whistler auf seiner allerletzten Fahrt vom fünften sogar noch auf den Bronzeplatz vor. Dagegen fielen die Halbzeit-Vierten André Florschütz und Torsten Wustlich noch auf den fünften Rang zurück.

«Nur noch heim», kam es Leitner nach der ersten Euphorie über die Lippen und hatte nur noch ein einziges Ziel vor Augen: «Ich freue mich jetzt wahnsinnig auf meine Frau und meine erst fünf Monate alten Buben. Keinen Meter fahre ich mehr. Das halte ich nervlich nicht aus».Der sonst so nüchterne Bundestrainer Norbert Loch gestand: «Das geht mir emotional sehr nach. Wir verlieren zwei wirklich absolute Vollprofis.» Von Bronze-Fahrerin Natalie Geisenberger gab es ein Küsschen, Weggefährte Georg Hackl umarmte seine bayerischen Kollegen innig. «Wahnsinn! So ein Abschluss. Etwas Schöneres gibt es gar nicht», schwärmte Leitner.

Nach dem Unfall des jungen Georgiers waren auch die Doppelsitzer, bei denen am Ende die österreichischen Brüder Andreas und Wolfgang Linger ihren Olympiasieg von 2006 wiederholen konnten, vom ungewohnten Junioren-Start ins Rennen gegangen. Sechs Trainingsläufe und den ersten Durchgang im Olympia-Rennen benötigten Leitner/Resch, um sich mit dem «Slalom-Schwung» auf den ersten Metern anzufreunden. Doch im entscheidenden Moment waren Leitner/Resch mal wieder zur Stelle. «Wir haben es Gott sei Dank im achten Lauf endlich hingekriegt», sagte Resch fast ungläubig.

Das konnten André Florschütz und Torsten Wustlich nicht sagen. Bei der Generalprobe für die Winterspiele in Whistler vor einem Jahr hatten die Olympia-Zweiten von Turin gesiegt, Ende Januar hatten sie erstmals in ihrer Karriere den Gesamt-Weltcup gewonnen. Doch beim Saisonhöhepunkt blieb nur Platz fünf. «Der zweite Start war zu schlecht, um aufs Podium zu fahren. Aber Patric und Alex haben sich diesen Abschied verdient», sagte Steuermann Florschütz. «Der Start macht hier 80 Prozent aus, das ist der Scharfrichter. Wenn man den nicht richtig hinbekommt, kann man schon vom Bock absteigen», erklärte Hintermann Wustlich.

«Es ist schön, mit so einem Wettkampf aufzuhören», bilanzierte Resch zufrieden – und stellte seinem langjährigen Obermann auch für die Zukunft viel Nähe in Aussicht. «Unsere Frauen machen sehr viel miteinander. Kaffee trinken und tratschen. Wir gehen dann halt ein Bier trinken!»

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